Literatur und Text im Umkreis des Landshuter Hofs und in der Stadt bis 1503

Tagung der Museen der Stadt Landshut und des Lehrstuhls der Universität Augsburg für Deutsche Literatur und Sprache in Bayern vom 28.-30.07.2021 in Landshut

Bernlochner Stadtsäle, Rathausprunksaal und Salzstadl

(16.07.2021) Gönner, Auftraggeber, willige Abnehmer oder geschmeicheltes Objekt von Fürstenlob – so inszenierte sich die herrschende Elite des Mittelalters in Bezug auf schöngeistige Literatur. Doch sie waren darüber hinaus auch vielseitig interessiertes Zielpublikum von allerlei Gebrauchstexten und Wissensliteratur, Enzyklopädik und Chronistik.

Für die Residenzstadt Landshut bis 1503 (dem Todesjahr des letzten sogenannten Reichen Herzogs von Bayern-Landshut) lässt sich eine ansehnliche Vielfalt an Literatur ausmachen, die nun in einer Tagung näher beleuchtet werden soll: Vom Fechtbuch über medizinische Fachbücher, Zeughausinventar, Kochbuch, geistlicher Literatur bis hin zum politischen Sangspruch und Minnedichtung gibt es anleitende, informative oder unterhaltende Literatur und Texte – von und für Herzöge und Ritter, Geistliche und Bürger und damit für jeden Stand. Hinzu kommen Textformen, die im Bereich von Kunst und Architektur zu verordnen sind oder einen dokumentierenden oder chronikalischen Charakter aufweisen, wie die Beschreibungen der Landshuter Hochzeit von 1475.

Die Tagung soll Autoren, Texte, Überlieferungsträger und Mäzene in der Stadt und am Hof Landshuts vorstellen, um so die Bedeutung, den Rang und den Anspruch näher zu beleuchten, den die Herzöge und Bürger Landshuts für sich selbst behaupteten. Es öffnet sich damit der Blick für das kulturelle Engagement einer ganzen Region und ihre Einbindung in den zeitgenössischen Literaturbetrieb.

Interessierte Zuhörer sind bei der Tagung, die in den Stadtsälen Bernlochner von 28.-30.07.2021 stattfindet und großzügig vom Freundeskreis Stadtmuseum Landshut e.V. unterstützt wird, herzlich willkommen. Die Tagung wird veranstaltet von den Museen der Stadt Landshut und der Professur für deutsche Literatur und Sprache in Bayern der Universität Augsburg.

Eine Anmeldung ist allerdings aufgrund der begrenzten Anzahl an Plätzen unbedingt erforderlich (per Email an Verena.Linseis-Meier@landshut.de). (VLM)

Eine Porzellanpfeife mit einem Landshuter Motiv und Widmung vom 7. September 1830

  • Eine Neuerwerbung des Freundeskreises für die Museen der Stadt Landshut

(29.04.2021) Nicht immer sind es die spektakulären Dinge, die das Herz höherschlagen lassen. Entscheidender ist oftmals eher der persönliche oder ‒ auf die Verhältnisse eines Stadtmuseums übertragen ‒ der lokale Bezug. Und so war es ein seltener Glücksfall, dass dank Unterstützung des Freundeskreises vor einigen Wochen auf einer Auktion in Bonn für die Sammlung der städtische Museen eine Porzellanpfeife mit einer Ansicht der Oberen Altstadt und St. Martin ersteigert werden konnte. Nicht das durchaus häufiger anzutreffende Motiv in Anlehnung an eine Lithographie von Domenico Quaglio, 1819, machte die Pfeife jedoch interessant, sondern die rückseitige Widmung an den nachmaligen Landshuter Tabakfabrikanten Georg Fahrmbacher:

J. Pfister seinem G. Fahrmbacher[.] Zur Erinnerung an den 7ten September 1830.

Potentielle Sammlungsobjekte, die ihre Herkunft so unverstellt anzeigen, bilden naturgemäß eine seltene Ausnahme auch im Museumsalltag.

Der Empfänger, Georg Fahrmbacher, entstammte einer ursprünglich in Neuötting ansässigen Bürgerfamilie, die seit der Niederlassung Franz Xaver Fahrmbachers 1763 in Landshut die Stadt mit ihrem Unternehmergeist und bürgerschaftlichen Engagement für mehr als zweihundert Jahre mitgeprägt hat. Georg Fahrmbacher trat 1846 als Tabakfabrikant in die Nachfolge seines Vaters Max Alois ein. Die 1830 datierte Pfeife erhielt er ein halbes Jahr nach Vollendung seines 18. Lebensjahres. Möglicherweise hängt das Geschenk mit dem Abschluss seiner Schulzeit zusammen; allerdings ist Georg Fahrmbacher bislang nur 1823/24 als Schüler der Königlichen Studienanstalt Landshut zu greifen, danach verlieren sich seine schulischen Spuren. Bei dem Schenker dürfte es sich um den vierzehn Jahre älteren Landshuter Postbeamten Joseph Pfister handeln, der den Fahrmbacher familiär verbunden war. Sein ebenfalls im Postdienst tätiger Vater betrieb in der Rosengasse 354 eine Weinwirtschaft ‒ den nachmaligen »Schwarzen Hahn«.

Die jüngst erstandene Tabakpfeife ergänzt den Sammlungsbestand aufs Trefflichste: Als »Familienstiftung Fahrmbacher« konnten die städtischen Museen 1997 einen umfangreiches Konvolut an Porträts, Möbeln und weiteren Einrichtungsgegenständen aus dem Nachlass des letzten Fahrmbacher (1906‒1997) übernehmen, den man ‒ und hier rundet sich die Sache ‒ auf den Vornamen seines dem Tabak ›verfallenen‹ Vorfahren Georg getauft hatte. Mit den Porträts kam aus Familienbesitz auch ein Bildnis des Postbeamten Joseph Pfister in die Sammlung, das künftig zusammen mit der Porzellanpfeife ein kleines, aber feines Ensemble zur Landshuter Kulturgeschichte des 19. Jahrhunderts bilden wird.

Thomas Stangier M.A.

Kasimirs kreative Kiste! – Eine wichtige Information für unsere jüngsten Mitglieder

Die kreativen Kisten der Museumspädagogik

(28.10.2020) Ein Bastelset gegen die Langeweile zuhause, gibt es das? Ja! Weil gerade keine Kinder-Aktionsnachmittage stattfinden können und es kulturell für Kinder kaum noch Angebote gibt, kommt das KASiMiRmuseum einfach nach Hause zu den Kindern. 

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LANDSHUTmuseum als Bühne für die zeitgenössische Kunst: Graffiti im Alten Franziskaner Kloster

(25.09.2020) Anlässlich der Reparatur von Wand-Schäden im alten Franziskaner Kloster bot sich die Chance für eine spektakuläre Aktion.

Zwei Wände im Inneren des Kreuzgangs wurden von Maximilian, einem jungen Künstler der Hallenser Street-Art-Szene, mit großformatigen Wandbildern neu gestaltet. Seine großformatigen Werke entstanden Ende September 2020 und werden bis Anfang November 2020 mit ihrer unbändigen Farbkraft eine Vorstellung von lebendiger Jugendkultur und aktiver Street-Art vermitteln. Als Reaktion auf die Coronakrise hat es weltweit eine Explosion von Street-Art-Aktionen gegeben: ›All Art has been contemporary‹.

Ein Ausschnitt aus einem der beiden zu besichtigenden Graffitis im LANDSHUTmuseum (AK)
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Aktuelle Veranstaltungen der Museen der Stadt Landshut

(22.09.2020) Auch in Corona-Zeiten brauchen wir in Landshut nicht auf den Besuch von Kunstausstellungen verzichten. Die Museen der Stadt Landshut haben ein tolles Programm im Jubiläumsjahr des Freundeskreises Stadtmuseum Landshut zusammengestellt, das für Jung und Alt viele neue Ein- und Ausblicke auf alte und neue Kunst bietet. Wir freuen uns, wenn Sie dies breitgefächerte Angebot nutzen. Weitere aktuelle Infos zu Ausstellungen und Veranstaltungen mit Bildern finden Sie auf der Homepage der Museen https://museen-landshut.de/.

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Freundeskreis Stadtmuseum erwirbt Skulptur für die Museen

Prof. Michael Sailstorfer stellte im KOENIGmuseum sein Modell „Brain“ vor

(15.08.2020) Im Rahmen seines zwanzigsten Jubiläumsjahres öffnet der Freundeskreis Stadtmuseum Landshut nun zum zweiten Mal seine Schatulle: Mit dem Ankauf der Bronzeskulptur „Brain“ ermöglicht er, dass mit dem in Velden geborenen und an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg unterrichtenden Professor Michael Sailstorfer nun ein würdiger Vertreter der zeitgenössischen Künstlergeneration in den Dialog mit Fritz Koenig treten kann.

Prof. Sailstorfer und sein Skulpturenmodell, das er vor dem Bronzeguss dem Freundeskreis präsentierte.
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Serenadenkonzerte im Innenhof des LANDSHUTmuseums

Liebe Mitglieder des Freundeskreises Stadtmuseum Landshut,

(04.07.2020 AH) Als Herr Bernhard Hirtreiter zum ersten Mal den Innenhof des Alten Franziskaner Klosters betreten hatte, war für ihn sofort klar, dass dies ein besonderer Ort für hochwertige musikalische Darbietungen in lauen Sommernächten sein muss. Trotz widriger Umstände konnte er ein umfangreiches Konzertprogramm im kleinen aber feinen Rahmen anbieten, alles mit einem genehmigten Hygienekonzept.

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Flüsterführungen ohne Abstandsproblem: Freundeskreis Stadtmuseum übergibt Tourguide-Anlage an die Museen

(02.08.2020)

In der Heiliggeistkirche überreichte der Freundeskreis Stadtmuseum Landshut am 25.07.2020 ein ganz besonderes Geschenk an die Museen der Stadt: Elektronische Tourguides, die es ermöglichen, Museumsführungen mit dem nötigen Personenabstand durchzuführen, weil die Stimme der Führungsperson über Headsets an die Teilnehmer übertragen wird.

Das komplette Tourguide System…
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Taschenlampenführung für unsere Kinder- und Jugendgruppe im LANDSHUTmuseum

(30.01.2020) Die Taschenlampenführung im LANDSHUTmuseum am vergangenen Freitagabend war sehr gefragt und eine Woche vor dem Termin schon ausgebucht. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg. Die Kinder haben einiges über das LANDSHUTmuseum erfahren und bei den Auftritten von Skelett, Ritter und Gespenst (s. Bild) durchaus ein wenig das Fürchten gelernt. Es war ganz schön gruselig, wozu die abgebildeten Gestalten ganz wesentlich beigetragen haben. Großer Dank an alle Beteiligten. Wegen des Erfolgs wird die Taschenlampenführung noch einmal am Freitag, den 21.02.2020, diesmal von 18 bis 19 Uhr im LANDSHUTmuseum wiederholt. (AH)