Unser LANDSHUTfest am 29.06.2024

Alle sind herzlich zu diesem Fest für Alt und Jung eingeladen. Es lohnt sich!

Hier unser Flyer mit allen nötigen Informationen:

Wir freuen uns sehr über selbst gebackene Kuchenspenden für unser Fest. Aus Hygienegründen (es stehen keine Kühlmöglichkeiten zur Verfügung) bitte keine rohen Eier und möglichst keine Sahne verwenden. Das Gebäck kann am Samstag den 29.06.2024 ab 10:00 Uhr im Innenhof des Altene Franziskanerklsters abgeliefert werden. Wenn Sie uns diesbezüglich unterstützen möchten, informieren Sie bitte unsere Geschäftsstelle unter 0871 22918 (Frau Zelzer) bis Mittwoch nächster Woche. Herzlichen Dank!

Wer uns beim Verkauf von Getränken, Kuchen und Speisen zwischen 11:00 und 18:00 Uhr (auch nur stundenweise) unterstützen kann, melde sich ebenfalls bei Frau Zelzer unter Angabe des Zeitraums, an dem Sie uns helfen können. Schon jetzt herzlichen Dank für Ihr Engagement!

Zum Tod von Franz Müller

Nachruf von Gernot Autenrieth

Unser Freundeskreis ist um ein erinnerungswertes Mitglied ärmer geworden. So gedenken wir unseres Ehrenmitgliedes Franz Müller. Nur drei Monate vorher hatte er mit seiner Frau seinen Lebensmittelpunkt verloren. Sein Tod bedeutet für uns den Abschied von beiden als treue und großherzig fördernde Mitglieder.

Wollte man über eine Biografie von Franu Müller eine Überschrift setzen, dann müsste sie lauten: „MEHR SEIN ALS SCHEINEN“ mit dem Untertitel „Wirken durch Dienen“.

Schon in früher Jugend hat er seiner Familie in der Landwirtschaft gedient, wie er immer wieder gerne erzählt hat. Er gehörte 40 Jahre der freiwilligen Feuerwehr an. Er hat bis ins Alter seiner Pfarrgemeinde gedient, und er hat sich besonders dort eingesetzt, wo er dem Gemeinwohl dienen konnte. Geradezu leidenschaftlich gefärbt war sein Interesse an der heimischen und auch an fremden Kulturen. Ein Beispiel ist sein helfender Einsatz für die Restaurierung der Heilig-Kreuz-Kirche im Komplex des Hans-Carossa-Gymnasiums. Kultur war der Leitgedanke seiner Freizeit, er war ein Sammler im persönlichen Bereich, wohl angeregt durch seinen Vater. Er hat die Bestände des Museums durch wertvolle Überlassungen bereichert. Auf vielen Reisen diente ihm die Kultur der Reiseziele als das eigentliche Vergnügen. Dieser Luxus war das Gegenstück zu seiner privaten Bescheidenheit.

Bei der Gründung des „Freundeskreises Stadtmuseum Landshut“ hatte er ein Einsatzfeld gefunden, das ihm besonders wertvoll und fördernswert gewesen ist – und dies ist der Grund für unseren ehrenden Nachruf. Wo es eine Gelegenheit zur Hilfe gab, war er dabei. Noch im hohen Alter hat er beim Auf- und Abbau des LANDSHUTfestes mitgeholfen und Bänke und Tische geschleppt. Er hat durch seine großherzige finanzielle Hilfe den erfolgreichen Einsatz des Vereins für die bauliche Förderung einen wesentlichen Anteil geleistet. Ohne ihn wäre es sicherlich nicht so vorwärts gegangen, weil die Finanzhilfe an die Stadt den entscheidenden Schub dargestellt hat.

Sein unentbehrlicher Beitrag und seine ermutigende, unermüdliche Hilfe haben den Freundeskreis dazu gedrängt und veranlasst, ihm die Ehre der Ehrenmitgliedschaft anzutragen. Er hat diese Ehre mit sener typischen Bescheidenheit entgegengenommen. Sie war hochverdient mit seinem WIRKEN durch DIENEN und die Treue seiner Mitgliedschaft. Die Worte, unter dem wir ihn in Erinnerung bewahren werden, heißen: MEHR SEIN ALS SCHEINEN.

(Nach dem Nachruf unseres 1. Vorsitzenden auf der Beerdigungsfeier von Franz Müller)

Einladung der Museen der Stadt Landshut für unsere Mitglieder und deren Freunde zu zwei exklusiven Führungen

am 5. Juni sowie am 17. Juli 2024

Liebe Mitglieder,

mit beiliegendem Brief lädt Herr Daniel J. Schreiber, der Leiter der städtischen Museen der Stadt Landshut, alle Mitglieder des Freundeskreises zu zwei exklusiven Führungen durch die aktuellen Ausstellungen im LANDSHUTmuseum: »Landshut im Nationalsozialismus« und in der Heiliggeistkirche: »Kühlewein im Großformat« ein.

Dr. Doris Danzer, die Kuratorin der Ausstellung zum Nationalsozialismus, hat sich erfreulicherweise sofort bereit erklärt, die Führung im Stadtmuseum übernehmen. Der Maler Bernhard Kühlewein wird uns durch die ganz aktuelle Ausstellung seiner großformatigen Bilder in der Heiliggeist-Kirche persönlich führen. Daniel J. Schreiber wird beide Führungen begleiten.

Der Freundeskreis Stadtmuseum Landshut lädt alle Teilnehmer (Mitglieder und deren Freunde) im Anschluss zu einem abschließenden Umtrunk ein, wo sich Gelegenheit bieten wird, nicht nur weiter über die Ausstellungen zu diskutieren sondern auch den neuen Leiter der Museen kennen zu lernen.

Damit wir besser planen können, bitten wir Sie, sich selbst und ihre Freunde, die vielleicht zukünftige Mitglieder werden möchten, über die Museen der Stadt Landshut telefonisch (Tel.: 0871/9 22 38 90) oder per Email (museen@landshut.de) anzumelden.

Wir freuen uns mit Ihnen auf zwei eindrucksvolle Ausstellungen und Führungen!

Mit herzlichen Grüßen

Der Vorstand des FSL

Referat 1 Museen der Stadt  

Altstadt 300
84028 Landshut
museen@landshut.dewww.museen-landshut.de Landshut, 5. Mai 2024  

Liebe Mitglieder des Freundeskreises Stadtmuseum Landshut e.V.,

die Ausstellung zum Nationalsozialismus in Landshut zeigt, welch wichtige Rolle das LANDSHUTMuseum spielt. Hier werden Themen gesetzt, die alle Landshuterinnen und Landshuter angehen. Nur wer die eigene Geschichte richtig versteht, kann die Fehler der Vergangenheit vermeiden und die Zukunft unserer Stadt positiv gestalten.

Mit Ihrer Hilfe können wir diesem Auftrag im gebotenen Umfang nachkommen. Der Freundeskreis, dem Sie angehören, unterstützt in beispielloser Weise den Ausbau des Franziskanerklosters für das LANDSHUTMuseum. Auch Veranstaltungen und Publikationen, die für die Vermittlung so unverzichtbar sind, können wir mit Mitteln des Freundeskreises realisieren.

Es ist an der Zeit, dass wir Ihnen allen hierfür ein dickes Dankeschön übermitteln! Außerdem liegt uns daran, unsere Zusammenarbeit weiter zu stärken. Wir möchten daher allen Mitgliedern des Freundeskreises regelmäßig exklusive Führungen anbieten. Anschließend wollen wir die Gelegenheit nutzen, bei einem kleinen Imbiss mit Ihnen ins Gespräch zu kommen. Uns interessieren Ihre Meinung und Ihre Ideen, und gerne berichten wir Ihnen über die Hintergründe unserer Arbeit und über unsere Zukunftsprojekte.

Zunächst möchten wir Ihnen diese beiden Termine anbieten:

  • Mittwoch, 17. Juli, 18 Uhr, in der Heiliggeistkirche
    Führung durch die Ausstellung »Kühlewein im Großformat«
    mit dem bekannten Landshuter Maler Bernhard Kühlewein und Daniel J. Schreiber

Der Verein muss lebendig bleiben und weiterwachsen, wenn auch das LANDSHUTMuseum, das KASIMIRMuseum und die Heiliggeistkirche als bedeutsame Ausstellungsorte gedeihen sollen. Bringen Sie gerne auch Freunde und Verwandte mit – und überzeugen Sie sie, ebenfalls dem Freundeskreis beizutreten! Wir freuen uns auf Sie!

Mit herzlichen Grüßen Ihr

Daniel J. Schreiber                                                                 

Leiter der Museen der Stadt Landshut

25 Jahre Hoffnung auf ein Landshutmuseum – ein Rückblick

Eine der wichtigsten Entscheidungen des Vorstandes im zu Ende gegangenen Vereinsjahr war die Übergabe von insgesamt 1,3 Mio € Spendengelder an die Stadt Landshut. Dieser Beitrag zur inzwischen fast 25 Jahre langen Historie unserer Bemühungen um den Bau eines Stadtmuseums in Landshut soll darlegen in welchen Höhen und Tiefen der Gemütszustand des Vorstandes sich über die Jahre bewegte. 

Seit seiner Gründung im Jahr 2000 hat der Freundeskreis Stadtmuseum Landshut (FSL) das Ziel der Errichtung eines eigenen Landshuter Stadtmuseums. Nach einigen Überlegungen sollte es schließlich im Alten Franziskaner Kloster am Prantlgarten entstehen.

Grundriss des inneren Kreuzgangs mit Plank-Kapelle [V] (Ende des 18. Jahrhunderts – Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Plansammlung 4405)

Das Alte Franziskanerkloster wird Stadtmuseum

Diesem Nutzungskonzept für das ,,Alte Franziskanerkloster“ wurde mit Plenarbeschluss vom Juli 2008 zugestimmt. Das Museum sollte Kunst und Kultur des 20. und 21. Jahrhunderts der Stadtregion Landshut präsentieren. Die Museumsverwaltung mit Bibliothek und später auch das ab 2011 betriebene Kasimir-Museum sollten dort untergebracht werden. 2012 wurde die Stadt durch den Kauf des Südwestflügels Eigentümer des gesamten stark heruntergekommenen Klosterkomplexes. Aufgrund der damals schon prekären Haushaltssituation wurde zunächst nur die unumgängliche statische Sanierung des Osttrakts weiter verfolgt und die Umsetzung weiterer Bauabschnitte zurückgestellt.

Eine erste Spende für den 1. Bauabschnitt

Am 29. Juli 2014 übergab der FSL dem damaligen Oberbürgermeister der Stadt Landshut, Hans Rampf,  600.000 € zur Realisierung des 1. Bauabschnitts im alten Franziskaner Kloster. Entsprechend der dabei geschlossenen Vereinbarung sollten die Pläne des Architekturbüros Nadler, Sperk und Reif in einem ersten Bauabschnitt umgesetzt werden. Dieser umfasste Sanierung bzw. Ausbau des Mitteltraktes (Doppelkreuzgang im EG), des 1. Obergeschosses und der zunächst im 2. OG vorgesehenen Verwaltungsräume für die Museen einschließlich Einbau eines behindertengerechten Fahrstuhls. Dieser sollte die schwellenlose Erschließung aller Gebäudeteile, auch derjenigen, die erst in den weiteren Bauabschnitten 2 und 3 instandgesetzt werden sollten, gewährleisten. Die Fertigstellung sollte bis Mitte 2016 erfolgen.

Blick in die erste Ausstellung >Landshut in der Moderne<nach Abschluss des ersten Bauabschnitts im Alten Franziskaner Kloster

Die erste Ausstellung im teilsanierten Franziskanerkloster

Sehr erfreulich war, dass tatsächlich Ende 2016 die sanierten Bereiche mit einer ersten Ausstellung „Landshut in der Moderne“ in Betrieb genommen werden konnten. Ab da richteten sich nun all unsere Bemühungen auf den nächsten Bauabschnitt.

Im Februar 2017 überreichten wir der Stadt für die Planungen der nächsten Bauabschnitte durch das neu beauftragte Architekturbüro Hild & K zunächst 450.000 € an Spendengeldern. Weitere 200.000 € übergaben wir 2 Jahre später, um unseren Vorhaben mehr Gewicht zu geben.

Die Stadt konnte damals die laufenden Planungen erfreulicherweise aus eigenen Mitteln finanzieren, so dass unsere Spende über 650.000 € bis 2024 unangetastet auf einem Konto der Stadt verblieb.

Nur noch ein statt zwei weitere Bauabschnitte

Am 27. September 2018 stimmte der Bausenat dem Vorschlag zu, dass die beiden noch ausstehenden Bauabschnitte in einer Maßnahme zusammengefasst werden sollten. Man versprach sich hiervon nicht nur eine Kostenersparnis von mehreren hunderttausend Euro, sondern auch eine frühere Fertigstellung des LANDSHUTmuseums voraussichtlich bis zum Jahr 2022.

Im Haushaltsplenum vom 15. März 2019 hob Oberbürgermeister Alexander Putz in seiner Haushaltsrede den Wert einer Fertigstellung des LANDSHUTmuseums hervor. Er lobte den Einsatz des Freundeskreises als „herausragend und unvergleichlich“. Auch die meisten politischen Fraktionen bestärkten in Ihren Haushaltsreden, dass sie hinter dem Weiterbau stehen würden. Daher sollte er im Haushaltsplan von 2019 und der kommenden Jahre abgebildet bleiben. Die Planung würde bereits 2019 mit Hochdruck weitergehen.

4 Wochen später auf unserer Mitgliederversammlung vom 15.04.2019, sagte Herr Hild vom Architekturbüro Hild & K, dass er davon ausgehe, dass Ende 2020 mit den Arbeiten begonnen werden könne und man „circa Ende 2022“ fertig sei.    

Corona-Pandemie und kein Weiterbau des Stadtmuseums

Es kam leider alles ganz anders. 2021 in der Corona-Pandemie wurde der Weiterbau des Stadtmuseums Landshut bis auf weiteres von der Stadt auf Eis gelegt.

Als Anfang 2023 das Landshutmuseum weder ein Thema im Bauausschuss war, noch entsprechende Mittel im Haushalt angemeldet worden waren,  baten wir um ein Gespräch mit Oberbürgermeister Alexander Putz. Dieses fand zusammen mit Oberbürgermeister Putz, Dr. Haslinger, dem Kämmerer Klaus Peißinger, seinem damals bereits designierten Nachfolger Alois Wagensonner, sowie dem Leiter des Referats für Bauen und Umwelt, Johannes Doll, statt. Die Stadt hatte große Bedenken, das Projekt zeitnah anzugehen, wegen der enormen Kostensteigerungen im Bausektor und der klammen städtischen Kassen. Schließlich einigten wir uns auf einen Kompromiss. Dieser bestand darin, dass ein nächster Bauabschnitt konzipiert werden sollte, der sich in seiner Größe an den Zuschuss des Freundeskreises zur Eigenbeteiligung der Stadt orientieren sollte. 

Ein auf die Spende des FSL zugeschnittener Bauabschnitt

Ergebnisse des Gesprächs, die auch in einer Pressemitteilung der Stadt Landshut festgehalten wurden, waren Folgende:  

Der Ausbau des ehemaligen Franziskanerklosters zum Stadtmuseum soll zeitnah vorangetrieben werden. Laut Herrn Doll ergäbe sich folgende mögliche Perspektive für das Projekt: „die zu diesem Zeitpunkt schon weit vorangeschrittenen Planungen für einen nächsten Bauabschnitt könnten noch 2023 abgeschlossen werden“. Die Umsetzung der Maßnahme wäre dann ab 2024 vorzusehen und bis 2026 fertiggestellt. Die Gesamtkosten für diesen 2. Bauabschnitt würden sich voraussichtlich auf rund 15 Millionen Euro belaufen. Die Stadt könnte mit einer rund 80-prozentigen Förderung durch Freistaat und Bund rechnen. Der verbleibende städtische Eigenanteil an der Maßnahme würde sich letztlich „nur“ auf etwa drei Millionen Euro belaufen.

Die entsprechenden Mittel sollten auf Vorschlag von Oberbürgermeister Putz in den Haushalt 2023 und die mittelfristige Finanzplanung bis 2026 eingestellt werden. Der Freundeskreis Stadtmuseum versprach mehr als die Hälfte dieses Eigenanteils übernehmen zu wollen.

In der Folge gründete sich 2023 eine Bauplanungsgruppe in Absprache mit H&K. Diese arbeitet seitdem kontinuierlich an den Detailplanungen eines mit den zugesagten Mitteln umsetzbaren Bauabschnitts.

Im Oktober 2023 gab es ein einstimmiges Votum des Bausenats der Stadt Landshut zum Weiterbau des LANDSHUTmuseums. Der nächste Bauabschnitt solle die Komplettsanierung des Brücklmayer-Anwesens, die Installation eines Technikraums, den westlichen Flügel des äußeren Kreuzgangs mit der Plank-Kapelle und den Innenhof umfassen.

Das im 2. Bauabschnitt vom Archtekturbüro H&K geplante Erdgeschoss, das einen geschlossenen inneren Kreuzgang, den neuen Eingang zum Museum und das Foyer im Brücklmeiertrakt vorsieht.

Der sogenannte Brücklmayer-Trakt auf der Hofbergseite sollte entsprechend komplett umfassend saniert werden. Im Erdgeschoss entsteht das Foyer. Der Eingang an historisch verbriefter Stelle am Fußweg zum Hofberg schräg gegenüber dem KOENIGmuseum wird wiederhergestellt. Zugleich wird der äußere Kreuzgang komplettiert, so dass erstmals seit Jahrzehnten wieder ein Rundgang möglich wird. Im ersten Obergeschoss entstehen hochwertige Ausstellungsräume und im Dachgeschoss wird die Verwaltung untergebracht. Der Innenhof wird vom Foyer aus dergestalt erschlossen, dass er auch außerhalb der Öffnungszeiten des Museums für vielfältige Veranstaltungen genutzt werden kann.

Den zunächst geplanten Verzicht auf den Innenausbau des Brücklmayer-Anwesens wurde -dankenswerterweise- von Herrn Doll als nicht „zielführend und sinnvoll“ erachtet. Der vorgezogene Innenausbau hätte den Vorteil, dass die städtischen Museen nach Fertigstellung des 2. Bauabschnitts in das Gebäude einziehen und den bereits fertiggestellten Bibliotheksraum nutzen könnten. Dadurch würden die Mietzahlungen für die bisher genutzten Büroräume entfallen. Als Baubeginn wurde nunmehr nicht mehr 2024 sondern 2025 angeführt.

Hiobs-Botschaft: Weiterbau vorerst auf Eis gelegt

Am 31.01. diesen Jahres erhielten wir von unserem Oberbürgermeister eine Einladung zu einem weiteren Gespräch ins Rathaus. Teilnehmer waren neben OB Putz, wieder Herr Peißinger, Herr Wagensonner und Herr Doll. Dabei machte uns Herr Putz deutlich, dass in Anbetracht der schlechten Haushaltslage an einen Weiterbau vorerst nicht zu denken sei. Allerdings wäre unsere Spendenübergabe wichtig für die Finanzierung der weiteren Planung und die Genehmigung des Etats durch den Haushaltsausschuss und das Stadtplenum. Insgesamt handelte es sich zusammen mit den noch unangetasteten 650.000 € um eine Erhöhung unseres Spendenbeitrags auf insgesamt 1,3 Millionen Euro.

Förderprojekt „Innen-statt-Außen

Als Fördermaßnahme wurde von Herrn Doll das Förderprojekt „Innen-Statt-Außen“ in Betracht gezogen. Voraussetzung für die Beantragung dieser Mittel bis zu einer Förderung in Höhe von 90% der Baukosten ist das Vorliegen eines städtebaulichen Entwicklungskonzeptes oder eines vergleichbaren Planungskonzeptes. Das von der bayerischen Staatsregierung aufgelegte Förderprogramm dient der Innenentwicklung der Ortskerne, was zur Steigerung von Lebensqualität und Attraktivität der Innenstädte und zur Schonung der Umwelt führen soll. Förderinhalte sind z.B. die Modernisierung, Instandsetzung innerörtlicher, leerstehender oder vom Leerstand bedrohter Gebäude. Herr Doll deutete an, dass sich durch die erforderliche Konzeptentwicklung der Beginn des 2. Bauabschnitts um 2 Jahre verzögern wird. Das würde bedeuten, dass wir mit einem Baubeginn nicht vor 2026 rechnen können.

„Weiterbau des Museums nicht im bürgerlichen Interesse“

Am 21.02.2024 war dann in der Landshuter Zeitung (LZ) zu lesen, dass „der Weiterbau des Stadtmuseums und die Umsetzung größerer Maßnahmen an den städtischen Spielplätzen“ vorerst pausiert werden müssen. Von Seiten der Stadt wurde darauf hingewiesen, dass die Museen nicht im Zentrum des bürgerlichen Interesses stehen würden. Eine Befragung habe dies deutlich gezeigt. Vorrang hätten immer Versorgungseinrichtungen wie Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser. Das Ergebnis dieser kaum aussagekräftigen Befragung wurde in der LZ veröffentlicht. Dort war zu lesen, dass das LANDSHUTmuseum durchaus zu den 10 wichtigsten Projekten der Stadt gehören würde. Kein einziger der Befragten hatte dabei z.B. für den Weiterbau des Klinikums gestimmt. Auch wurde nicht angegeben, wie die Befragung durchgeführt wurde und wie hoch die Stichprobenzahl war.

„Kultur ist eine Pflichtaufgabe“

In der gleichen Ausgabe der LZ wird Oberbürgermeister Alexander Putz mit den Worten zitiert: „Kultur muss eine Pflichtaufgabe sein“. Diese erfreuliche Aussage machte er auf der Mitgliederversammlung der Theaterfreunde. Dort teilte er mit, dass das Stadttheater als eines von 2 priorisierten Projekten neben der Grundschule St. Peter & Paul Teil der Planung bleibe. Für den lang erwarteten ersten Bauabschnitt der Sanierung des Stadttheaters im Bernlochnerkomplex seien Ausgaben in Höhe von gut 57 Millionen Euro kalkuliert, die im Haushalt und der bis 2026 laufenden mittelfristigen Finanzplanung vorgesehen seien. Die Sanierung des Stadttheaters kann damit noch im Jahr 2025 beginnen und soll 2028 abgeschlossen sein. Man kann den Freunden des Stadttheaters nur gratulieren, dass so zeitnah mit der Sanierung begonnen wird. Das Theater erfährt eine andere Priorisierung als das LANDSHUTmuseum und hat demnach einen anderen politischen Stellenwert als die Vollendung des Stadtmuseums (Kosten des nächsten Bauabschnitts des LANDSHUTmuseums für die Stadt nach Abzug aller möglichen Fördermittel ca. 1,5 Mill.Euro).

Eine Vereinbarung von Stadt und FSL

Nach intensiven Diskussionen und trotz einiger Bedenken sprach der Vorstand sich dafür aus, jetzt der Stadt die gewünschten Spendengelder zu übergeben. Entscheidend war die Aussage des Oberbürgermeisters, dass ohne unsere Spendenübergabe eine weitere Planung und damit auch ein Weiterbau des Museums nicht sehr wahrscheinlich wären. Ob nach unserer Spendenübergabe über die Planung hinaus irgendwann ein Weiterbau erfolgen würde, konnte uns die Stadt allerdings nicht garantieren. Der Wille der Stadt war für uns aber deutlich erkennbar, unseren Wunsch nach einem funktionstüchtigen Stadtmuseum tatsächlich auch in der Zukunft zu erfüllen.

Am 14.03.2024 unterschrieben wir die Vereinbarung mit der Stadt Landshut über die Übergabe und Verwendung der Spendengelder des Freundeskreises in Höhe von 1,3 Millionen Euro für den zweiten Bauabschnitt des Projekts. Das Geld darf demnach u.a. nur zweckgebunden für Planung und Weiterbau des Stadtmuseums verwendet werden.

Der nächste Bauabschnitt des Stadtmuseums konnte nunmehr im Haushalt allein dank unserer Mittel abgebildet und am 15.03.2024 vom Plenum verabschiedet werden.

Die Stadt erhielt bisher insgesamt 1,9 Millionen € vom Freundeskreis für dieses Vorhaben dank zahlreicher Spenden und der Beiträge unserer Mitglieder. Mit jeder Verschiebung des Baubeginns werden die Baukosten weiter steigen. Frühere Planungen müssen u.U. entsprechend angepasst und überarbeitet werden.

Wie wichtig und sinnvoll es aber ist, der Landshuter Stadtgeschichte eine Bühne zu geben, ist derzeit konkret an der Ausstellung zum Nationalsozialismus nachzuvollziehen. Sie macht sehr deutlich wie notwendig wir das Landshutmuseum brauchen, um die Vergangenheit der Stadt für die nachwachsenden Generationen – und nicht nur für diese- am Leben zu halten. Gerade für die heutige Zeit können wir doch so viel aus ihr lernen.  

(Der Text entspricht dem Beitrag des 2. Vorsitzenden auf unserer Mitgliederversammlung vom 04.04.2024)

Gelebtes Mäzenatentum

Unser Ehrenmitglied Franz Müller ist im Alter von 87 Jahren verstorben

Als einer der ganz großen Unterstützer des Freundeskreises Stadtmuseum Landshut zählte Franz Müller zu den wenigen Mäzenen der Stadt. Jetzt ist er im Alter von 87 Jahren verstorben.

Franz Müller mit seiner Frau Irene Müller (Foto privat)

Franz Müller hat sich in vielen Bereichen für seine Heimatstadt engagiert, darunter bei der Freiwilligen Feuerwehr, in seiner Pfarrgemeinde St. Pius, beim Förderverein zur, Restaurierung und Erhaltung der Aula des Hans Carossa-Gymnasiums (ehemalige Heilig-Kreuz-Kirche), vor allem aber beim Freundeskreis Stadtmuseum Landshut, wo er aufgrund seiner besonderen Verdienste mit der Ehrenmitgliedschaft ausgezeichnet wurde.

Franz Müller, einer von drei Söhnen der Schwaiger-Familie Müller-Aiden vom Landshuter Rennweg, hat zeitlebens pflichtbewusst und hart gearbeitet. Sein Blick fiel von weitem auf den Martinsturm, von wo auch die Fronleichnamsprozession ihren Ausgang nimmt, bei der die Schwaiger am Rennweg mit den drei eisernen Rittern von Alters her prominent vertreten sind. Schon während der Schulzeit musste er intensiv auf dem elterlichen Hof mithelfen, wo täglich alle Hände gebraucht wurden. Sein Pflicht- und Verantwortungsbewusstsein dem Hof gegenüber brachte es mit sich, dass er seine eigenen Interessen hintanstellte. Er blieb auch Landshuter im Herzen, als sein Spielraum ihm Reisen in alle Welt ermöglichte. Sein Elternhaus am Rennweg, angefüllt mit unzähligen Schätzen aus Stadt und Region, mit Alltagskunst wie Keramik und Skulptur, prägte ihn von Jugend an. Vieles davon war in der frühen Nachkriegszeit im Tausch für Lebensmittel vom Schwaigerhof 7 im Kampf ums Überleben – dort angebrandet. Darunter ein barocker Heiliger Andreas im monumentalen Format.

Franz Müller war es schließlich ein großes Anliegen, dass die Kunstwerke als Zeugnisse der Geschichte seiner Heimatstadt in einem würdigen Rahmen präsentiert werden können. Aus dieser Motivation heraus brachte er sich als Mäzen in den Freundeskreis und für das Landshut-Museum seiner Heimatstadt ein. Bei der Umsetzung dieses Vorhabens unterstützte er den Freundeskreis großzügig und großherzig.

Müller, der für die Landshuter Wohnungsgenossenschaft Gewoge arbeitete, war drei Mal verheiratet, zuletzt 40 Jahre lang mit Irene Müller, der er nun nur wenige Wochen nach ihrem Tod gefolgt ist. Am 12. April durfte er im Beisein seiner Tochter in Frieden einschlafen. Er hinterlässt zwei Kinder und zwei Enkelkinder.

Tagesfahrt des Freundeskreises Stadtmuseum Landshut zum Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg am Samstag, den 26.10.2024

Germanisches Nationalmuseum in Nürnberg

Der ›Freundeskreis Stadtmuseum‹ bietet eine hochkarätige und abwechslungsreiche Tagesfahrt zum Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg an.

Dr. Angelika Hofmann (Sammlungsleiterin Archäologie) hat sich freundlicherweise bereit erklärt, die beiden Führungen zum Auftakt für uns zu gestalten:

A: „Das urnenfelderzeitliche Wagengrab von Essenbach“:

Die archäologische Ausstellung macht eine Zeitreise in den späten Abschnitt der Bronzezeit, die Urnenfelderkultur (1300–800 v.Chr.). Im Fokus steht ein Wagengrab, das 2011 in Essenbach (Niederbayern) entdeckt wurde. Der Brauch, die an der Spitze der Gesellschaft stehenden Machthaber zusammen mit einem vierrädrigen Prunkwagen einzuäschern und zu bestatten, entstand mit Beginn der Urnenfelderzeit. Das Grab und die daraus geborgenen Funde weisen den „Wagenfahrer“, der im 13. Jahrhundert v.Chr. lebte, als politischen, wirtschaftlichen und religiösen Akteur aus, der Teil eines weit über Europa hinausreichenden Elitenetzwerks war.

Rasiermesser und Goldring aus dem Wagengrab in Essenbach
Germanisches Nationalmuseum, Foto Georg Janßen

B: „Vom mittelalterlichen Kartäuserkloster zum größten kulturgeschichtlichen Museum des deutschen Sprachraums:

Der Rundgang führt durch die mehr als 600-jährige Bau- und rund 175-jährige Sammlungsgeschichte des Germanischen Nationalmuseums. Dabei werden auch aktuelle Projekte, Sanierungs- und neue Präsentationskonzepte vorgestellt. 

Am Nachmittag schließt sich ein geführter Rundgang durch die Ausstellung ›Hello Nature‹ an.

Die Ausstellung Hello Nature beleuchtet das komplexe Verhältnis zwischen Mensch und Natur. Sie fragt, was passiert, wenn Menschen sich als das Zentrum der Welt sehen und versuchen, die Natur zu beherrschen. Sie zeigt die Geschichte dieser Beziehung, die von Ausbeutung, Bedrohung und dem Bestreben nach Bewahrung geprägt ist. Gleichzeitig stellt die Ausstellung die Frage nach zukünftigen Möglichkeiten des Zusammenlebens.

Die Präsentation ist in drei große Kapitel unterteilt, die einen Bogen von der Sesshaftwerdung bis in die Gegenwart spannen. Sie zeigt, wie die Interaktionen zwischen Menschen und ihrer Umwelt zu tiefgreifenden Veränderungen geführt haben.

Programm
8.00 Uhr             Abfahrt : Grieserwiese (nähe Zeughaus)

10.30 Uhr           Nürnberg, GNM

11.00 Uhr           Führungen mit Dr. Angelika Hofmann

13.00 Uhr           Pause / Freizeit (zur freien Verfügung: Museum oder Innenstadt)

15.00 Uhr           ›Hello Nature: Wie wollen wir zusammenleben?‹
                              Führung durch die große Sonder-Ausstellung

17.30 Uhr           Abfahrt GNM
19.00 Uhr           Ankunft Landshut, Grieserwiese

Kosten (vorab geschätzt)
~40 Euro / Person (inklusive Eintritt und Führungen)

[160 km; Auto: 1.54 h | Bus (geschätzt): 2,20 h]

Zur herausragenden Relevanz und Aktualität der archäologischen Ausstellung im Germanischen Nationalmuseum  für die StadtRegion Landshut:

Die archäologische Ausstellung macht eine Zeitreise in den späten Abschnitt der Bronzezeit, die Urnenfelderkultur (1300–800 v.Chr.). Im Fokus steht ein Wagengrab, das 2011 in Essenbach (Niederbayern) entdeckt wurde. Der Brauch, die an der Spitze der Gesellschaft stehenden Machthaber zusammen mit einem vierrädrigen Prunkwagen einzuhern und zu bestatten, entstand mit Beginn der Urnenfelderzeit. Das Grab und die daraus geborgenen Funde weisen den „Wagenfahrer“, der im 13. Jahrhundert v.Chr. lebte, als politischen, wirtschaftlichen und religiösen Akteur aus, der Teil eines weit über Europa hinausreichenden Elitenetzwerks war.

Im Zentrum der Ausstellung steht das Essenbacher Wagengrab, das in einem thematischen Rundgang kulturgeschichtlich eingeordnet wird. Er beginnt mit einer Einführung in die mitteleuropäische Urnenfelderzeit und ihr charakteristisches Bestattungsbrauchtum, das die Einäscherung der Verstorbenen vorsah. Zudem werden die eng mit der Bronzemetallurgie verbundenen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse thematisiert, die zur Entstehung der Eliteschicht der „Wagenfahrer“ führten. Ein besonderer Fokus liegt auf dem von zwei Pferden gezogenen vierrädrigen Prunkwagen der Urnenfelderkultur und seine Rolle in Repräsentation und Kult. Hochrangige Leihgaben aus dem In- und Ausland illustrieren das Erscheinungsbild der vom Scheiterhaufenfeuer zerstörten Wagen und erläutern die ideellen und technischen Voraussetzungen, die zu ihrer Entstehung führten. Dabei werden auch die Ursprünge von Rad und Wagen in den Blick genommen. Der Fundort des Essenbacher Wagengrabs und seine Beigabenausstattung, darunter ein Set von Bronzegewichten, liefern Hinweise auf die Funktionen, die der Verstorbene zu Lebzeiten in Politik, Wirtschaft und Religion ausübte. Das Schlusskapitel setzt sich mit einem Thema auseinander, das auch uns heutige Menschen bewegt, dem Ziel der letzten Fahrt. Religiöse Symbolik und Kultgerät, darunter der Goldhut von Ezelsdorf/Buch, erlauben Rückschlüsse auf die religiöse Vorstellungswelt der Urnenfelderkultur, in deren Zentrum die Sonne stand.

Die in Essenbach geborgenen Ausgrabungsfunde kamen 2019 als Schenkung der Marktgemeinde Essenbach an das GNM.

Dr. Angelika Hofmann

Einladung zur Mitgliederversammlung des Freundeskreises Stadtmuseum Landshut e.V.

Liebe Mitglieder des Freundeskreises Stadtmuseum Landshut,

der Vorstand lädt Sie sehr herzlich zu unserer Mitgliederversammlung am Donnerstag, 4. April 2024, 19:30 Uhr, im Salzstadel, Steckengasse 308, 84028 Landshut ein. Der Zweite Bürgermeister der Stadt Landshut, Dr. Thomas Haslinger, wird ein Grußwort sprechen. Benedikt Schramm, der auf die neu geschaffene Stelle eines Abteilungsleiters Kultur der Stadt Landshut gewählt wurde, wird sich auf unserer Mitgliederversammlung ebenso vorstellen wie der neue Leiter der Museen der Stadt Landshut, Daniel J. Schreiber. Er wird auch einen Vortrag zu den Landshuter Museen und ihrer zukünftigen Ausrichtung halten.

Wir laden Sie daher ein, sich zum Stand unserer Bemühungen um eine Fortsetzung des Museumsbaus zu informieren und mit uns zu diskutieren.

Mitgliederversammlung des Freundeskreises Stadtmuseum Landshut e.V.

am Donnerstag, 4. April 2024, 19:30 Uhr,

 im Salzstadel, Steckengasse 308, 84028 Landshut

Tagesordnung

  1. Begrüßung
  2. Grußwort durch den Zweiten Bürgermeister der Stadt Landshut, Dr. Thomas Haslinger
  3. Grußwort und Vorstellung von Benedikt Schramm, Abteilungsleiter Kultur der Stadt Landshut
  4. Bericht zu den Aktivitäten des Vorstands
  5. Gedenken der verstorbenen Mitglieder
  6. Kassenbericht
  7. Bericht der Kassenprüfer
  8. Entlastung des Vorstands und der Kassenprüfer
  9. Wahl des Vorstands
  10. Wahl der Kassenprüfer
  11. Verschiedenes
  12. Vorstellung und Vortrag von Daniel J. Schreiber, neuer Leiter der Museen der Stadt Landshut

Wünsche und Anträge zur Mitgliederversammlung können bis spätestens Donnerstag, den 28. März 2024, schriftlich und mit Begründung über unsere Geschäftsstelle eingereicht werden. In der Hoffnung, Sie auf unserer ordentlichen Mitgliederversammlung im Jahr 2024 begrüßen zu können, verbleiben wir

mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr. G. Autenrieth                    Prof. Dr. A. Holstege

1. Vorsitzender                              2. Vorsitzender

Freundeskreis Stadtmuseum spendet 1,3 Millionen Euro für die weiteren Planungen und den Weiterbau des Stadtmuseums

Um den weiteren Ausbau des ehemaligen Franziskanerklosters zum Stadtmuseum zeitnah vorantreiben zu können, hat der Verein Freundeskreis Stadtmuseum Landshut (FSL) der Stadt nun auch formell Spendengelder in Höhe von 1,3 Millionen Euro für den zweiten Bauabschnitt des Projekts zugesagt. Die entsprechende Vereinbarung unterzeichneten Oberbürgermeister Alexander Putz und FSL-Vorsitzender Prof. Dr. Gernot Autenrieth am Donnerstag im Rathaus. Im Gegenzug verpflichtete sich die Stadt, die Spendengelder des FSL ausschließlich zur Reduzierung des städtischen Eigenanteils für die Weiterplanung und/oder den Bau des zweiten Bauabschnitts des Stadtmuseums zu verwenden und nach Fertigstellung der Planungen „schnellstmöglich“ einen Baubeginn anzustreben.

Prof. Dr. Gernot Autenrieth, Vorsitzender des Freundeskreises Stadtmuseum, und Oberbürgermeister Alexander Putz bei der Vertragsunterzeichnung, im Hintergrund die FSL-Vorstandsmitglieder Prof. Dr. Axel Holstege (von links), Anke Humpeneder-Graf und Fritz Merk sowie der Leiter des Referats 1, Klaus Peißinger. (Foto:Stadt Landshut).


OB Putz würdigte die Spende, ohne die eine Fortführung des Vorhabens wegen der schwierigen Haushaltslage zumindest in absehbarer Zeit nicht möglich wäre, als außergewöhnliche Leistung. „Mein herzlicher Dank gilt allen Spenderinnen und Spendern und natürlich auch der Vorstandschaft des Freundeskreises für dieses Musterbeispiel an bürgerschaftlichem Engagement.“ Gleichzeitig betrachtet Putz den hohen finanziellen Beitrag des FSL auch als moralische Verpflichtung: „Unser Ziel muss es sein, mit den vom Freundeskreis bereitgestellten Mitteln die Planungen zu konkretisieren und zügig abzuschließen, dadurch ein schlüssiges Förderszenario zu erarbeiten und in der Folge mithilfe der dann hoffentlich im erwarteten Umfang fließenden staatlichen Zuschüsse in die Umsetzung einzusteigen.“ Darauf setzen auch Prof. Dr. Autenrieth und seine Vorstandskollegen: „Wir wissen natürlich um die schwierige Haushaltslage, in der sich die Stadt Landshut befindet. Dennoch hoffen wir, dass dieses für die kulturelle Daseinsvorsorge und zur Bewahrung der reichen Kulturgeschichte unserer Stadt so wichtige Projekt baldmöglichst verwirklicht werden kann“, so Autenrieth. „Dazu will unser Verein mit dieser erneuten Spende einen großen Teil beitragen.“

Daniel J. Schreiber ist zum neuen Leiter der Museen der Stadt Landshut berufen worden

(22.02.2024) Daniel J. Schreiber (* 11. August 1965 in Hilden) ist seit 1. Februar 2024 Leiter der Museen der Stadt Landshut. Er wuchs in München auf. Dort studierte er Philosophie, Ethnologie sowie deutsche und vergleichende Volkskunde an der Ludwig-Maximilians-Universität.

In Hamburg schloss er das Studium mit den beiden Hauptfächern Philosophie und Kunstgeschichte ab. Der berufliche Weg führte ihn vom Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (1998-2001) über die Kunstsammlungen Böttcherstraßein Bremen (2002-2006) zum Museum Frieder Burda nach Baden-Baden (2006-2007). In den Jahren 2007-2009 arbeitete er im Arp MuseumRolandseck, bevor er 2009 geschäftsführender Kurators der Kunsthalle Tübingen wurde.

D.J. Schreiber im alten Plenarsaal des Rathauses (Foto: Privat)

2013-2023 war er Direktor des Buchheim Museum der Phantasie in Bernried am Starnberger See. Neben seiner Museumslaufbahn nahm er Lehraufträge an den Universitäten in Bremen, Tübingen und München wahr. In seinen Publikationen und Ausstellungen beschäftigt er sich mit der Kunst und Architektur des 20. und 21. Jahrhunderts. Ein weiterer Interessenschwerpunkt ist die Atlantisforschung.

An seiner Arbeit in Landshut faszinieren ihn die Vielzahl der Möglichkeiten, welche die vier Ausstellungsstätten LANDSHUTMuseum, KOENIGMuseum, KASIMIRMuseum und Heiliggeistkirche bieten. Sein Ziel ist es, die Häuser für ein noch breiteres Publikum interessant zu machen.

Herr Daniel Schreiber wird sich auf der Mitgliederversammlung unseres Freundeskreises am 04.04.2024 im Salzstadl in Landshut vorstellen und im Rahmen eines Vortrages seine Vorhaben zur zukünftigen Entwicklung und Ausrichtung der Museen der Stadt Landshut darlegen. Alle Mitglieder sind hierzu herzlich eingeladen.

JAHRESRÜCKBLICK 2023

Das Jahr 2023 ist es wert, es am Ende noch einmal Revue passieren zu lassen.

Bauplanung für das Museum

Unser Hauptziel, die Fertigstellung des LANDSHUTmuseums, ist auf politisch-administrativem Weg einen Schritt weiter gekommen. Der Bausenat der Stadt Landshut hat sich auf eine Fixierung im Haushalt festgelegt. Der eigentliche Baubeginn kann erst für 2025 erwartet werden. Bis dahin erfolgen die Planungen für den Bauabschnitt II, der die Komplettsanierung des Brücklmayer-Anwesens, die Installation eines Technikraums, die Sanierung des westlichen Flügels des äußeren Kreuzgangs mit der Plank-Kapelle und den Innenhof umfassen. Wichtige Wünsche bleiben noch unerfüllt und einem weiteren Bauabschnitt vorbehalten: der Ostflügel mit dem Kindermuseum und ein Museums-Café.

Freundeskreis

Erfreulich ist die Geduld und Treue unserer Mitglieder, nur vereinzelte, meist faktisch begründete Kündigungen sind erfolgt. Leider haben wir durch Tod einige Mitglieder verloren, deren bei der Mitgliederversammlung gedacht wurde.

Besonders getroffen hat uns der Tod zweier unserer Ehrenmitglieder

Georg Merk (am 17. April) und Hans Niedermeier (am 17. November). Beide waren Gründungs-, Vorstands- und zuletzt Kuratoriums-Mitglieder und wirksame Förderer unseres Freundeskreises.

Von großem Wert für einen lebendigen Verein sind gemeinsame Veranstaltungen: 

Das LANDSHUTfest am 21. Mai, – gleichzeitig mit dem „Internationalen Museumstag“ – war sehr gut besucht und von froher Stimmung getragen. Grund war der Auftritt mehrerer Gruppen der Landshuter Hochzeit, (vermittelt über unser Kuratoriumsmitglied Josef Wiesmüller) und der Kindergruppe von Susanne Kaiser (ebenfalls Kuratoriumsmitglied). Deren merkliche Spielfreude übertrug sich spürbar auf uns alle. Ganz wichtig war natürlich wie immer die Bewirtung mit Kuchen und mit Getränken durch den Freundeskreis.

Alle Helfer wurden zu einem gelungenen Dankeschön-Fest am 27. Juli eingeladen. Weil das so schön war und so viel Gutes übrig geblieben war, gab es am nächsten Tag nach dem Aufräumen noch ein vergnügliches Folge-Festchen.

Der Kreuzgangshof war auch sonst ein geschätzter Rahmen, z.B. für den „Jazz-Brunch“ am 8. August. Der musikalische Teil wurde durch die beiden Konzertveranstalter, Bernhard Hirtreiter und Beata Marti organisiert. Der Freundeskreis veranstaltete den „Brunch“ dazu. Der schöne Innenhof des Alten Franziskanerklosters bildete den stimmungsvollen Rahmen für weitere Hirtreitersche Serenadenkonzerte und für Ausstellungseröffnungen oder öffentliche Gespräche wie zum Anlass des 125. Jubiläumsjahres der Landshuter Keramikschule.

Eine Gelegenheit zu Gemeinsamkeit bot sich auch durch den Museumsausflug nach Augsburg am 11. Oktober.  Idee und Organisation kamen von den Museen der Stadt Landshut, insbesondere Herrn Stangier und Frau Klöpfer.

Überhaupt werden die Museen nicht nur vom Freundeskreis unterstützt, sondern der Freundeskreis ist ein dankbarer Empfänger von Anregungen und Informationen durch die Museen. Dies erweist sich regelmäßig bei der routinemäßigen Anwesenheit von Anette Kloepfer und Thomas Stangier bei den Beratungen des erweiterten Vorstandes (14 mal seit der Mitgliederversammlung). Wie bereits erwähnt, hilft auch das Kuratorium (zuletzt am 6.2.) mit wichtigen Diskussionen und Anregungen dem Vorstand spürbar bei dessen Arbeit.

Dank gilt auch dem Weinhaus Deutter, der Bäckerei Mareis und Bernhard Kühlewein, für die auch in diesem Jahr wieder gewährte großzügige Unterstützung.

Wir wünschen allen unseren Mitgliedern ein Neues Jahr voller Gesundheit und glücklicher Erlebnisse.

Der Vorstand des Freundeskreises Stadtmuseum e.V.