Daniel J. Schreiber ist zum neuen Leiter der Museen der Stadt Landshut berufen worden

(22.02.2024) Daniel J. Schreiber (* 11. August 1965 in Hilden) ist seit 1. Februar 2024 Leiter der Museen der Stadt Landshut. Er wuchs in München auf. Dort studierte er Philosophie, Ethnologie sowie deutsche und vergleichende Volkskunde an der Ludwig-Maximilians-Universität.

In Hamburg schloss er das Studium mit den beiden Hauptfächern Philosophie und Kunstgeschichte ab. Der berufliche Weg führte ihn vom Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (1998-2001) über die Kunstsammlungen Böttcherstraßein Bremen (2002-2006) zum Museum Frieder Burda nach Baden-Baden (2006-2007). In den Jahren 2007-2009 arbeitete er im Arp MuseumRolandseck, bevor er 2009 geschäftsführender Kurators der Kunsthalle Tübingen wurde.

D.J. Schreiber im alten Plenarsaal des Rathauses (Foto: Privat)

2013-2023 war er Direktor des Buchheim Museum der Phantasie in Bernried am Starnberger See. Neben seiner Museumslaufbahn nahm er Lehraufträge an den Universitäten in Bremen, Tübingen und München wahr. In seinen Publikationen und Ausstellungen beschäftigt er sich mit der Kunst und Architektur des 20. und 21. Jahrhunderts. Ein weiterer Interessenschwerpunkt ist die Atlantisforschung.

An seiner Arbeit in Landshut faszinieren ihn die Vielzahl der Möglichkeiten, welche die vier Ausstellungsstätten LANDSHUTMuseum, KOENIGMuseum, KASIMIRMuseum und Heiliggeistkirche bieten. Sein Ziel ist es, die Häuser für ein noch breiteres Publikum interessant zu machen.

Herr Daniel Schreiber wird sich auf der Mitgliederversammlung unseres Freundeskreises am 04.04.2024 im Salzstadl in Landshut vorstellen und im Rahmen eines Vortrages seine Vorhaben zur zukünftigen Entwicklung und Ausrichtung der Museen der Stadt Landshut darlegen. Alle Mitglieder sind hierzu herzlich eingeladen.

JAHRESRÜCKBLICK 2023

Das Jahr 2023 ist es wert, es am Ende noch einmal Revue passieren zu lassen.

Bauplanung für das Museum

Unser Hauptziel, die Fertigstellung des LANDSHUTmuseums, ist auf politisch-administrativem Weg einen Schritt weiter gekommen. Der Bausenat der Stadt Landshut hat sich auf eine Fixierung im Haushalt festgelegt. Der eigentliche Baubeginn kann erst für 2025 erwartet werden. Bis dahin erfolgen die Planungen für den Bauabschnitt II, der die Komplettsanierung des Brücklmayer-Anwesens, die Installation eines Technikraums, die Sanierung des westlichen Flügels des äußeren Kreuzgangs mit der Plank-Kapelle und den Innenhof umfassen. Wichtige Wünsche bleiben noch unerfüllt und einem weiteren Bauabschnitt vorbehalten: der Ostflügel mit dem Kindermuseum und ein Museums-Café.

Freundeskreis

Erfreulich ist die Geduld und Treue unserer Mitglieder, nur vereinzelte, meist faktisch begründete Kündigungen sind erfolgt. Leider haben wir durch Tod einige Mitglieder verloren, deren bei der Mitgliederversammlung gedacht wurde.

Besonders getroffen hat uns der Tod zweier unserer Ehrenmitglieder

Georg Merk (am 17. April) und Hans Niedermeier (am 17. November). Beide waren Gründungs-, Vorstands- und zuletzt Kuratoriums-Mitglieder und wirksame Förderer unseres Freundeskreises.

Von großem Wert für einen lebendigen Verein sind gemeinsame Veranstaltungen: 

Das LANDSHUTfest am 21. Mai, – gleichzeitig mit dem „Internationalen Museumstag“ – war sehr gut besucht und von froher Stimmung getragen. Grund war der Auftritt mehrerer Gruppen der Landshuter Hochzeit, (vermittelt über unser Kuratoriumsmitglied Josef Wiesmüller) und der Kindergruppe von Susanne Kaiser (ebenfalls Kuratoriumsmitglied). Deren merkliche Spielfreude übertrug sich spürbar auf uns alle. Ganz wichtig war natürlich wie immer die Bewirtung mit Kuchen und mit Getränken durch den Freundeskreis.

Alle Helfer wurden zu einem gelungenen Dankeschön-Fest am 27. Juli eingeladen. Weil das so schön war und so viel Gutes übrig geblieben war, gab es am nächsten Tag nach dem Aufräumen noch ein vergnügliches Folge-Festchen.

Der Kreuzgangshof war auch sonst ein geschätzter Rahmen, z.B. für den „Jazz-Brunch“ am 8. August. Der musikalische Teil wurde durch die beiden Konzertveranstalter, Bernhard Hirtreiter und Beata Marti organisiert. Der Freundeskreis veranstaltete den „Brunch“ dazu. Der schöne Innenhof des Alten Franziskanerklosters bildete den stimmungsvollen Rahmen für weitere Hirtreitersche Serenadenkonzerte und für Ausstellungseröffnungen oder öffentliche Gespräche wie zum Anlass des 125. Jubiläumsjahres der Landshuter Keramikschule.

Eine Gelegenheit zu Gemeinsamkeit bot sich auch durch den Museumsausflug nach Augsburg am 11. Oktober.  Idee und Organisation kamen von den Museen der Stadt Landshut, insbesondere Herrn Stangier und Frau Klöpfer.

Überhaupt werden die Museen nicht nur vom Freundeskreis unterstützt, sondern der Freundeskreis ist ein dankbarer Empfänger von Anregungen und Informationen durch die Museen. Dies erweist sich regelmäßig bei der routinemäßigen Anwesenheit von Anette Kloepfer und Thomas Stangier bei den Beratungen des erweiterten Vorstandes (14 mal seit der Mitgliederversammlung). Wie bereits erwähnt, hilft auch das Kuratorium (zuletzt am 6.2.) mit wichtigen Diskussionen und Anregungen dem Vorstand spürbar bei dessen Arbeit.

Dank gilt auch dem Weinhaus Deutter, der Bäckerei Mareis und Bernhard Kühlewein, für die auch in diesem Jahr wieder gewährte großzügige Unterstützung.

Wir wünschen allen unseren Mitgliedern ein Neues Jahr voller Gesundheit und glücklicher Erlebnisse.

Der Vorstand des Freundeskreises Stadtmuseum e.V.

Unser Ehrenmitglied, Hans Niedermeier, ist gestorben!

Der Freundeskreis Stadtmuseum Landshut e.V. trauert um

HANS NIEDERMEIER

Wir haben unserem unermüdlichen Gründungs-, Vorstands-, Kuratoriums- und Ehrenmitglied Grundlegendes zu verdanken

Hans Niedermeier darf als Vater unserer Museumsidee gelten, als Freund und Mäzen hat er sein sammlerisches Lebenswerk an die Museen seiner Heimatstadt Landshut übergeben.

Wir werden ihn sehr vermissen.

Im Namen des Freundeskreises

Gernot Autenrieth – Axel Holstege – Anke Humpeneder-Graf – Fritz Merk

Einstimmiges Votum des Bausenats der Stadt Landshut zum Weiterbau des LANDSHUTmuseums

Der 2. Bauabschnitt beginnt voraussichtlich 2025

Der Entscheid über den Weiterbau des Stadtmuseums war als erster Tagesordnungspunkt in der Sitzung des Bausenats der Stadt Landshut vom 13. Oktober 2023 angesetzt worden. Der nächste Bauabschnitt soll die Komplettsanierung des Brücklmayer-Anwesens, die Installation eines Technikraums, den westlichen Flügel des äußeren Kreuzgangs mit der Plank-Kapelle und den Innenhof umfassen. In einem Alternativvorschlag sollte zunächst auf den Innenausbau des Brücklmayer-Anwesens verzichtet und auf den nächsten Bauabschnitt verschoben werden, was aber laut Bau- und Umweltreferent Johannes Doll nicht „zielführend und sinnvoll“ wäre. Der vorgezogene Innenausbau hätte den Vorteil, dass die städtischen Museen nach Fertigstellung des 2. Bauabschnitts in das Gebäude einziehen und den bereits fertiggestellten Bibliotheksraum nutzen könnten, wodurch die Mietzahlungen für die bisher genutzten Büroräume entfallen würden.

Blick in den Innenhof des bereits sanierten Teils des Kreuzgangs des Alten Franziskanerklosters (Bild Axel Holstege) .

Vom beauftragten Architekturbüro Hild & K in München stellte Markus Schubert die Planungensalternativen vor. Der sogenannte Brücklmayer-Trakt auf der Hofbergseite wird umfassend saniert. Im Erdgeschoss entsteht das Foyer. Der Eingang an historisch verbriefter Stelle am Fußweg zum Hofberg schräg gegenüber dem KOENIGmuseum wird wiederhergestellt. Zugleich wird der äußere Kreuzgang komplettiert, so dass erstmals seit Jahrzehnten wieder ein Rundgang möglich wird. Im ersten Obergeschoss entstehen hochwertige Ausstellungsräume und im Dachgeschoss wird die Verwaltung untergebracht. Der Innenhof wird vom Foyer aus dergestalt erschlossen, so dass er auch außerhalb der Öffnungszeiten des Museums für vielfältige Veranstaltungen genutzt werden kann. Nach Abschluss dieser Baumaßnahme steht als letzte große Aufgabe noch die Sanierung des ehem. Vermessungsamtes an. Hier ist das Museumscafé geplant und hier findet das interaktive Kinder- und Jugendmuseum seinen Platz.

Zwar sind noch nicht alle Optionen für eine Drittmittelförderung des nächsten Bauabschnittes ausgelotet, man darf jedoch von einer Städtebauförderung in Höhe von 9 Millionen Euro und von einem Zuschuss der Bayerischen Landesstiftung in Höhe von 660.000 Euro ausgehen. Weitere Fördermöglichkeiten werden von der Stadt intensiv geprüft. Unser Freundeskreis möchte insgesamt 1,65 Millionen Euro zur Finanzierung beitragen.

Der Bausenat stimmte einstimmig für die von Johannes Doll und dem Münchner Architektenbüro favorisierten Vorschlag zur Umsetzung des 2. Bauabschnittes.

Auch wenn sich der Freundeskreis Stadtmuseum Landshut noch bis Mitte 2025 mit dem Beginn der Arbeiten gedulden muss, so ist dies für uns eine hoch erfreuliche Nachricht. Wir danken allen Beteiligten sehr herzlich für diese wegweisende Entscheidung.

Landshuter Freundeskreis besuchte Museum in ehemaliger Kammgarnspinnerei

Tagesfahrt nach Augsburg zu den Themen Mode und Textil

Es war die Textilgeschichte der Stadt Augsburg, die sowohl das Thema als auch das Gebäude bereithielt, das die Landshuter Museumsfreunde mit großen Augen bestaunen durften: Auf 3500 Quadratmetern wurde dort ein Museum eingerichtet, das sich mit der Geschichte des Spinnens, Webens und Bedruckens von Stoffen beschäftigt. Besonders interessant für die Landshuter Besucher: auch dort war es ein Verein, der das Museum unterstützt im Jahr 2010 letztendlich durchgesetzt hat.

Die Ausstellung „Coolness – Inszenierung von Mode im 20. Jahrhundert“ zeigt auch die weibliche Erschließung ehemaliger Männerdomänen durch Frauen.

Die Dauerausstellung wob vom einfachen Webstuhl über die industriellen Fertigungen von Stoffen in riesigen Fabrikhallen bis zur Entwicklung von Mode ein breites Band durch mehrere Jahrhunderte bis in die Gegenwart, nicht ohne schöne Blicke auf farbenfrohe Kleider aus den Siebzigern oder die Evolution der Bademode zu ermöglichen. Highlight war eine Führung durch die Sonderausstellung „Coolness – Inszenierung von Mode im 20. Jahrhundert“, wo, untermalt von Hollywood-Größen wie Marlon Brando, James Dean und Humphrey Bogart, besondere Kleidungsstücke in ihrer Geschichte untersucht wurden – von der Lederjacke bis zum Trainingsanzug, von den Jeans bis zum Abendkleid.

Die Landshuter Besuchergruppe um Museumsleiter Thomas Stangier.

Der Tagesausflug führte die Besucher dann nach einem Aufenthalt in der sehr sehenswerten Augsburger Innenstadt noch in die Kirche St. Moritz, Museumsleiter Thomas Stangier einen ganz besonderen Kirchenraum vorstellte. Dort hatte man das Glas der Kirchenfester durch weißen, vollständig durchscheinenden Onyxmarmor ersetzt, was dem Raum, der auch sonst in Weiß gehalten ist, eine zauberhafte Atmosphäre gibt. Die gesamte Ausstattung ist konsequent in dunklem Eichenholz gehalten, und von der Apsis scheint Georg Petels Salvator-Christus von 1632/33 direkt auf die Besucher zuzukommen. Besucher und Veranstalter waren gleichermaßen beeindruckt, Freundeskreis-Vorsitzender Gernot Autenrieth bedankte sich bei den Museen der Stadt Landshut für die Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung der Exkursion und kündigte an, in Zukunft wieder öfter dieses Format der kulturellen Tagesexkursionen anbieten zu wollen.

Im Innenraum von St. Moritz scheint der Christus Salvator des Barockschnitzers Georg Petel direkt auf die Besucher zuzukommen. (Text und Fotos Humpeneder-Graf).

Herbstfahrt des Freundeskreises Stadtmuseum Landshut e.V. nach Augsburg am Samstag, 14. Oktober 2023

Liebe Mitglieder,

hiermit möchten wir Sie herzlich zu unserer diesjährigen Exkursion nach Augsburg in das Staatliche Textil- und Industriemuseum einladen, die wir gemeinsam mit den Museen der Stadt Landshut veranstalten. Dort werden wir eine Führung durch die Sonderausstellung „COOLNESS – Inszenierung von Mode im 20. Jahrhundert“ erhalten. Die einstündigen Führungen werden in 2 Gruppen zeitlich hintereinander erfolgen, so dass sich auch ein Besuch der Dauerausstellung des staatlichen Textil- und Industriemuseums anbietet. Anschließend fahren wir in die Innenstadt von Augsburg, wo Zeit für ein Mittagessen zur freien Verfügung steht oder weitere Besichtigungen der an Attraktionen reichen Stadt Augsburg möglich sind. Um 14.50 Uhr treffen wir uns vor der im Augsburger Zentrum gelegenen Kirche St. Moritz, die wir anschließend gemeinsam besichtigen werden. Um 16.00 Uhr werden wir dann die Rückreise antreten.

Samstag, 14. Oktober 2023, 8.00 – 18 Uhr | Treffpunkt Grieserwiese
Staatliches Textil- und Industriemuseum | Tagesfahrt Augsburg

08.00 Uhr                         Abfahrt mit dem Bus: Grieserwiese (Nähe Zeughaus)
18.00 Uhr                          Rückkehr

10.30-11.30 Uhr und 11.30 -12.30 Uhr :

geführter Rundgang durch die Sonderausstellung: „COOLNESS – Inszenierung von Mode im 20. Jahrhundert“ 

(https://www.timbayern.de/ausstellungen/coolness-inszenierung-von-mode-im-20-jahrhundert/)

vor oder nach der Führung durch die Sonderausstellung  Besuch des Staatlichen Textil- und Industriemuseums Augsburg  ( https://www.timbayern.de/)

12:45 Uhr:                      

Treffen am Bus und Weiterfahrt in das Augsburger Stadtzentrum (Zeit zur freien Verfügung)

14:50 Uhr:

Treffen vor der Kirche St. Moritz (Moritzplatz 5, 86150 Augsburg) und anschließend gemeinsame Besichtigung des besonderen Sakralraums mit bemerkenswerter Architektur und Ausstattung sowie außergewöhnlicher Atmosphäre ( https://www.moritzkirche.de/kirche )

16:00 Uhr:                      Rückfahrt nach Landshut

Preis 30,00 € pro Person (inklusive aller Eintritte und Führung). Die Teilnahmegebühr wird im Bus bar eingezogen.


Anmeldung bitte bis 10.10.2023 unter 0871 / 92 23 89 0  (Museumsverwaltung). Wegen des begrenzten Sitzplatzangebotes im Bus werden die Plätze nach der Reihenfolge der Anmeldungen vergeben.

Wir freuen uns sehr auf Ihre Anmeldung!

Mit herzlichen Grüßen

Prof. Dr. Gernot Autenrieth                                   Prof. Dr. Axel Holstege

Voller Innenhof trotz Regen Jazz – Frühschoppen im Landshut-Museum

Letzte Vorbereitungen des Hubicki Obsolete Trios
Das fleissige Helferteam des Freundeskreises sorgte für das leibliche Wohl (von rechts nach links: Gaby Siegel, Jutta Holstege, Fritz Merk, Anke Humpeneder-Graf, Andy Thoma, Claudia Bauer)

Im Rahmen seiner Serenadenkonzertreihe hat Bernhard Hirtreiter am Sonntag zu einer Jazz-Matinee in den Innenhof des Landshut-Museums eingeladen. Mit dem Hubicki Obsolete Trio kamen drei junge Jazz-Musiker aus Berlin nach Landshut, die Swing und Gypsy Jazz in eigenen Arrangements mitbrachten: Saxophon, Gitarre und Kontrabass spielten sie mit viel Flexibilität und Ausdruck und wurden mit viel Beifall belohnt. Dass anstelle des erkrankten Geigers kurzfristig ein Saxophonist einsprang, tat der Vorstellung keinen Abbruch. Der Zuschauerraum war trotz wechselhaften Wetters bis auf den letzten Platz besetzt. Die Ehrenamtlichen des Freundeskreises Stadtmuseum waren für die gut gefüllte Frühschoppen-Theke zuständig. Dank des neuen, großen Zeltdaches konnte Regensicherheit gewährleistet werden, Bühne, Getränketheke und der Stehtischbereich waren mit weiteren Pavillons gesichert und mehrere Platzregenschauer konnten der Freude im Publikum keinen Abbruch tun. Die Stimmung war so gut, dass viele der Besucher sich eine Wiederholung der Veranstaltung im nächsten Jahr wünschten. (AHG)

Viele Besucher waren trotz teilweise heftigen Regens gekommen, um den jungen Jazz-Musikern zuzuhören.

Fröhliches Landshut-Fest – Alles rund um die Museen: Vorfreude auf die Zukunft beim Internationalen Museumstag

Der Bericht der Landshuter Zeitung zu unserem Museumsfest von Veronika Bayer vom 22. Mai 2023

Ein buntes Programm hat am Sonntag das erstmalige Zusammenfallen zweier Veranstaltungen in Landshut geboten. Zeitgleich fanden Internationaler Museumstag und das LandshutFest des Vereins Freundeskreis Stadtmuseum Landshut statt und boten den kleinen und großen Besuchern bei strahlendem Wetter viel Raum, Neues zu entdecken.
Die großen Festivitäten im Sommer hatten es nötig gemacht, das Landshut-Fest, das zum elften Mal gefeiert wurde, vorzudatieren. Beim früheren Termin ist es nun mit dem Internationalen Museumstag zusammengefallen und eine„ Zwei-in-Eins-Veranstaltung“ geworden, so der Vorsitzende des Freundeskreises, Gernot Autenrieth.
Ein großes Plus war auch, dass man als künstlerisches Programm heuer Musikergruppen der Landshuter Hochzeit gewinnen konnte, die in Originalkostümen aufspielten. Mit viel Freude tue man dies im historischen Klosterinnenhof des Landshut-Museums, hieß es vonseiten der Brandenburger Trumeter, die den Anfang machten.
Musik, die nach über 500 Jahren wieder zum Leben erweckt werde, sei im Rahmen des Museums, das für gewöhnlich „lauter stumme Dinge“ präsentiere, etwas Besonderes, sagte Autenrieth in seiner Begrüßungsrede, bei der er die zahlreich erschienen Gäste aufforderte, „die Früchte dessen zu genießen, was die Helfer aufgetragen haben“.

Blick in den Innenhof des alten Franziskanerklosters während des Landshutfestes (Bild: A. Klöpfer)

Künstler Bernhard Kühlewein, der das Plakat für das LandshutFest entworfen hat, war ebenfalls vor Ort und signierte die Plakatexemplare mit persönlicher Widmung. „Wenn man Landshut mag, dann finde ich, kommt alles von ganz alleine.“ Er selbst halte sich oft in Museen auf, sie seien ein Teil seines Lebens. Demnach freue er sich insbesondere, „wenn dieses Landshut-Museum Stück für Stück fertiggestellt wird als ein Teil unserer kulturellen Heimat und auch als Teil unserer Zukunft“.


Die Vielfältigkeit des Programms hob Oberbürgermeister Alexander Putz hervor. Der Internationale Museumstag, den es seit 1977 gebe, habe den Zweck, „dass sich diese Räume öffnen, dass man sieht, was hier alles geboten wird.“ Daher seien die Museen aufgefordert, an diesem Tag keinen Eintritt zu verlangen – „etwas, das es in Landshut an
365 Tagen im Jahr gibt, weil wir wollen, dass unsere Museen geöffnet sind.“ Die Zwecke, die Museen erfüllen, seien ganz unterschiedlich. „Es geht um nichts weniger als letztendlich unsere ganze Historie, aber auch unsere Identität in der Gegenwart“, sagte Putz. „Im besten Fall führt es auch dazu, dass man sich darüber Gedanken macht, wie die Zukunft aussehen könnte.“ Die Veranstaltung stehe unter der Überschrift der Vorfreude. „Vorfreude auf die Landshuter Hochzeit“, so der OB – das gute Wetter nehme man als gutes Omen -„und der Vorfreude auf den Weiterbau unseres Landshut-Museums.“ Der zweite Bauabschnitt sei im Haushalt untergebracht; etwas, das nicht möglich gewesen wäre „ohne das überaus bemerkenswerte Engagement des Freundeskreises, der mittlerweile Mittel in Höhe von deutlich über eineinhalb Millionen Euro zur Verfügung stellt, um den Eigenanteil der Stadt verträglich zu gestalten“, so Putz.

Neben dem Landshut-Fest im Klosterinnenhof gab es im Rahmen des Internationalen Museumstags auch im Prantigarten und im Koenig-Museum viel zu entdecken. Dort drehte sich alles um das Thema Biene, angefangen von einer Ausstellung von Mirko Baselgia über Informationen aus erster Hand vom Regionalkollektiv und Imkern, zudem Bastel-Workshops für Kinder mit Wachs, Kleber, Buntstiften und mehr.

Auch die Kinder beteiligten sich aktiv am LANDSHUTfest (Foto: A. Klöpfer)

Den Tag erlebe sie als „mega erfolgreich“, sagt Alexandra von Arnim, Leiterin des Koenig-Museums. Innerhalb der ersten beiden Stunden seien bereits rund 200 Gäste gekommen, darunter viele, die an einer der Kurzführungen teilnahmen. „Das ist ein Tag, der Besucher in Museen bringt, die noch nie da waren.“
Noemi Frattini, Mitarbeiterin des Koenig-Museums, findet den Tag unter anderem wichtig, um grundsätzlich auf Museen aufmerksam zu machen, denn „jedes hat etwas Besonderes anzubieten.“ Im Koenig-Museum habe man etwa erst vergangene Woche die Ausstellung „Fritz Koenig und seine Kreise“ eröffnet.

Wir danken der Landshuter Zeitung für die Überlassung des Textes. (AH)

Jazz-Frühschoppen mit dem Hubicki Obsolete Trio im Innenhof des Alten Franziskanerklosters

Wir laden unsere Mitglieder und solche, die es gerne werden wollen, sehr herzlich zu einem Jazz-Frühschoppen mit dem Hubicki Obsolete Trio aus Berlin in den historischen Innenhof des Alten Franziskanerklosters ein. Nutzen Sie die Gelegenheit, andere Mitglieder des Freundeskreises in zwangloser Atmosphäre und in einem schönen Ambiente zu treffen. Die Veranstaltung beginnt am Sonntag, den 6. August 2023 um 11:00 Uhr. Einlass wird ab 10 Uhr sein. Die Jazzgruppe wurde von Frau Beata Marti und Herrn Bernhard Hirtreiter (Bernhard.Hirtreiter-Stimm.Kunst.Werk) engagiert. Wir möchten diesen beiden Künstlern schon jetzt sehr herzlich für die kompetente und unkomplizierte Zusammenarbeit danken .

Das junge Berliner Jazz-Trio, bestehend aus Kacper Hubicki (Geige), Etienne Wittich (Gitarre) und Morten Larsen (Kontrabass), spielt Swing und Gypsy Jazz in eigenen Arrangements für Geige, Gitarre und Kontrabass.

Das Hubicki Obsolete Trio hat sich auf die Wiederbelebung der populären Jazzmusik des frühen 20. Jahrhunderts spezialisiert. Es erweckt die Musik des legendären Django Reinhardt zu neuem Leben und interpretiert das „Great American Songbook“ neu.

Passend zum Motto Jazzfrühschoppen werden bei dieser Veranstaltung Speisen und Getränke angeboten. Der Vorstand wird dazu u.a. Weißwürste, Brezn und Obatzter bereitstellen. Im überdachten Innenhof des Museums lässt es sich hervorragend sitzen und Musik und Verköstigung genießen. Man muss es einfach einmal erleben.

Wir bitten all unsere Mitglieder, sich rechtzeitig Karten (siehe unten stehenden Link) für diese schöne Veranstaltung über okticket zu sichern (freie Platzwahl – 15 €).

Nähere Informationen über dieses Konzert sowie über die weiteren Konzerte des Veranstalters Bernhard Hirtreiter im Innenhof des LANDSHUTmuseums finden Sie auf www.serenadenkonzerte.com.

Link direkt zu unserer Veranstaltung:
https://okticket.de/tickets-jazz-fruehschoppen-mit-dem-hubicki-obsolete-trio-landshut-landshutmuseum-innenhof-2023-08-06-e42623?startReset=ON&dl=ON

Link zum Veranstalter (Übersicht aller Veranstaltungen des Veranstalters):
https://okticket.de/tickets-bernhard-hirtreiter-stimm-kunst-werk-v488077?startReset=ON&dl=ON

Link für Festivalseite (Übersicht aller Veranstaltungen zum Festival):
https://okticket.de/index.php?event_group_id=230&startReset=ON&dl=ON

Abendliches Konzert im Innenhof des Alten Franziskanerklosters


„Es wird gebaut“

Beim Freundeskreises Stadtmuseum herrscht Freude über Zusage für zweiten Bauabschnitt

Ein Beitrag von Rita Neumeier (Landshuter Zeitung vom 31. März 2023)

Der Vorsitzende des Freundeskreises Stadtmuseum konnte seine Freude nicht verhehlen. „Das Museum wird weitergebaut“, frohlockte Professor Gernot Autenrieth gleich zu Beginn der Jahresversammlung am Dienstag im Salzstadel. Viele Mitglieder hatten sich eingefunden, die sich offenbar von den guten Nachrichten aus den jüngsten Haushaltsberatungen der Stadt beflügeln ließen. „Auch wenn nur ein Teilerfolg 2a verwirklicht wird“, so Autenrieth, gehe es mit der nunmehr beschlossenen Restaurierung des ehemaligen Brücklmayer-Gebäudes beim Landshut-Museum voran. Auf der Wunschliste des Freundeskreises steht auch ein Café; das sehe auch die Leiterin des Koenig-Museums, Alexandra von Arnim, so, betonte Autenrieth.

Der Vorsitzende des Freundeskreises berichtete von vielen Gesprächen, die der Vorstand mit der Stadt geführt habe. Auch mit einigen Stadträten sei man „sehr eingehend im Gespräch gewesen“. So habe ihn etwa Sigi Hagl (Grüne) aufgeklärt, wie ein Projekt mit entsprechenden Anträgen durchzukriegen sei. Autenrieth lobte die Arbeit, die im Landshut-Museum bereits geleistet werde. So biete die Ausstellung über das Werk von Jan Habarta „Trickfilm zum Anfassen“. Der Vorsitzende verwies darauf, dass der Freundeskreis Stadtmuseum für den Ankauf des Nachlasses von Jan Habarta einen namhaften Betrag gespendet hatte.

Professor Axel Holstege (von links), Anke Humpeneder-Graf, Angelika Hofmann, Gernot Autenrieth, Fritz Merk und Christian Gallwitz. Foto: Rita Neumaier

Nachdem der Personalstab der städtischen Museen seit dem Ausscheiden von Museumsleiter Franz Niehoff um eine Stelle geschrumpft ist, hoffe der Freundeskreis, „dass das nicht zum Dauerzustand wird“. Für das laufende Jahr kündigte Autenrieth das Landshut-Fest an, das am diesjährigen Internationalen Museumstag, dem 21. Mai, stattfindet. Autenrieth schloss seine Ausführungen mit dem Appell: „Werben Sie um neue Mitglieder. Je jünger, desto besser.“ Denn der Freundeskreis ist in den letzten Jahren etwas geschrumpft. Dies war einerseits dem Tod von Mitgliedern geschuldet, deren man in einer Schweigeminute gedachte. Aber auch der Motivationsverlust habe sich bemerkbar gemacht, „nachdem so lange nichts mehr passiert ist“. In diesem Jahr solle es aber wieder Führungen und Exkursionen geben.

Zweiter Bürgermeister mit froher Botschaft

Schatzmeister Fritz Merk hatte „herzlich wenig“ zu berichten, sodass die Entlastung des Vorstandes und der Kassenprüfer mit drei Enthaltungen eine Formsache war. Thomas Haslinger übernahm das Grußwort in Vertretung von Oberbürgermeister Alexander Putz. Es freue ihn, persönlich die gute Nachricht zu überbringen. „Es wird gebaut“, postulierte der zweite Bürgermeister der Stadt. Für das Stadtmuseum würden derzeit Gesamtkosten von rund 30 Millionen Euro veranschlagt. Zwar könne man bei den Kosten von 15 Millionen Euro für den zweiten Bauabschnitt mit einer 80-prozentigen Förderung rechnen, doch bedeute selbst der Restbetrag eine große Kraftanstrengung für die Stadt. Nachdem jedoch der Freundeskreis Stadtmuseum 1,6 Millionen Euro beisteuere, schrumpfe der Eigenanteil der Stadt auf weniger, „als die Summe, die Sie mitbringen“. Dieses großartige Bürgerengagement verdiene Respekt und habe auch den Kämmerer und den Oberbürgermeister überzeugt. Das Geld für den Weiterbau sei von 2023 bis 2026 im Haushalt der Stadt Landshut eingestellt, erklärte Haslinger. Der Bauabschnitt 2 des Museumsbaus soll bis Ende 2026 vollendet werden. Mit dem Bauabschnitt 3 gehe es aber nicht automatisch weiter.

Angelika Hofmann vom Germanischen Nationalmuseum Nürnberg beschloss mit einem Vortrag zur Bedeutung von (Stadt)museen die Jahresversammlung. „Museen pflegen das kulturgeschichtliche Gedächtnis ihres lokalen Umfeldes“, erklärte die Referentin, die auch bei den städtischen Museen in Landshut tätig war. Dieses Gedächtnis stelle einen wichtigen identitätsstiftenden Faktor dar, der eine Stadt unverwechselbar mache und wesentlich zur Lebensqualität beitrage. Besonders durch ihre Ausstellungs- und Vermittlungsarbeit komme den Museen zudem eine wichtige Rolle als örtliche Lern-, Bildungs- und Begegnungsorte zu. Nicht zu unterschätzen seien dabei die Räumlichkeiten des Museums. Auch ein Café, bemerkte sie mit Bezug auf die Wünsche des Landshuter Freundeskreises, gehöre zu einem zeitgenössischen Museum. „Das wird einfach erwartet.“ (rn)