Ehrenscheibe zum Königsbesuch

Helmut Radlmeier übergibt dem Freundeskreis Stadtmuseum eine historische Schützenscheibe

Im LANDSHUTmuseum bekommt die Bevölkerung in den nächsten Monaten die Möglichkeit, Zeitgeschichte auf einem ganz besonderen künstlerischen Trägermaterial zu erleben: Auf Schützenscheiben. Ausstellungsmacher Thomas Stangier hat in den vergangenen Wochen rund 80 Schützenscheiben der Königlich-privilegierten Feuerschützengesellschaft Landshut 1425 e.V. in ein neues, interessantes und überaus aufschlussreiches Licht gerückt. Kaum zu glauben, was alles seinen Niederschlag auf den runden Holzscheiben gefunden hat und welche spannenden Ereignisse einen Anlass zum Festschießen hergaben!

Übergabe der Schützenscheibe (v.l.n.r.): Anette Klöpfer, Thomas Stangier, Prof. Dr. Gernot Autenrieth, Helmut Radlmeier, Prof. Dr. Axel Holstege, Anke Humpeneder-Graf

Nun hält bald eine weitere Scheibe Einzug in das Museum: Helmut Radlmeier, Landtagsabgeordneter der Region, hat aus seiner privaten Sammlung von Zeugnissen aus der Landshuter Vergangenheit dem Freundeskreis Stadtmuseum Landshut e.V. eine Schützenscheibe übereignet, der sie getreu seinem Satzungszweck den Museen zur Ausstellung überlässt. Die Ehrenscheibe, die anlässlich des Besuches von König Ludwig I und seiner Frau Königin Therese von Bayern in Landshut entstand und beim gemeinsamen Festschießen am 15. Oktober 1830 zum Einsatz kam, ist eines der Stücke der Königlich-privilegierten Feuerschützen, die später in Privatbesitz kamen. Noch 1887 wurde die Scheibe von Anton Kalcher beim Schützenverein verortet.

Das Königspaar war am Abend davor zum Namensfest der Königin auf einem Ball mit der Landshuter Bürgerschaft im Rathaussaal. Am nächsten Morgen dann fand das Schießen mit dem König statt. Radlmeier übergab die von ihm auf einer Auktion erstandene Scheibe in Anwesenheit der Freundeskreis-Vorstände Gernot Autenrieth, Axel Holstege und Anke Humpeneder-Graf gleich an die Verantwortlichen des Museums. Diplom-Restauratorin Anette Klöpfer wird die Scheibe untersuchen und von Verschmutzungen reinigen, damit sie dann Einzug in das Museum im Kreuzgang halten kann. (AHG)

Mal-Workshops mit Ute Haas zu „Winter im Licht“ für Kinder und Erwachsene

Zur Studio-Ausstellung ›Winter im Licht‹ in Heiliggeist mit Werken des Landshuter Malers Bernhard Kühlewein bietet die Künstlerin zwei Mal-Workshops an:
Am Sonntag, 28.11., von 14 bis 17 Uhr für Erwachsene mit dem Titel „Farbklang des Winters“. Beginn ist um 14 Uhr mit einer Besichtigung der Ausstellung zu den Winterbildern Bernhard Kühleweins in der Heiliggeistkirche. Im Anschluss daran experimentieren die Teilnehmenden mit Acrylfarbe und Collage-Elementen und malen ein Winterbild nach eigener Empfindung, zwischen Gegenstand und Abstraktion. Ende ist um 17 Uhr im KASiMiRmuseum/LANDSHUTmuseum. Leinwände und Pinsel müssen selbst mitgebracht werden, Details hierzu bei Anmeldung bzw. direkt zu erfragen bei Ute Haas unter: 0176 28579367.

Eine Anmeldung ist bis 26.11.21 erforderlich unter museen@landshut.de oder telefonisch unter: 0871 922 38 90. Preis: 8 € pro Person (Mitglieder des Freundeskreises Stadtmuseum e.V. bei Vorlage des Mitgliedsausweises frei).

Am Mittwoch, 5.1.22, von 14 bis 17 Uhr für Kinder von 6 bis 12 Jahren mit dem Titel: „Welche Farben hat der Winter?“. Nach Besichtigung der Ausstellung kleben, gestalten und malen wir selbst ein tolles Winterbild mit Wachskreide, Acrylfarben und Collageelementen. Beginn ist um 14 Uhr in der Heiliggeistkirche, Ende um 17 Uhr im KASiMiRmuseum/LANDSHUTmuseum. Bitte eigene Pinsel mitbringen!

Eine Anmeldung ist bis 3.1.22 erforderlich unter museen@landshut.de oder telefonisch unter: 0871 922 38 90. Preis: 8 € pro Person (Mitglieder des Freundeskreises Stadtmuseum e.V. bei Vorlage des Mitgliedsausweises frei).

Mit Gruselfaktor: Die Taschenlampenführungen im LANDSHUTmuseum

Seit 2020 finden sie in den dunklen Wintermonaten statt: Die Taschenlampenführungen für Kinder von 6 bis 12 Jahren im LANDSHUTmuseum. Und sie erfreuen sich stets sehr großer Beliebtheit. Alle Führungen waren bisher ausgebucht. Aber worum geht es bei den Führungen eigentlich?

Die Kinder gehen den spannenden Fragen nach: Was passiert eigentlich in einem Museum, wenn abends die Lichter ausgehen? Welche Geheimnisse verbergen sich im LANDSHUTmuseum? Die Franziskanermönche haben doch bestimmt versteckte Botschaften hinterlassen: Auf Malereien an den Wänden, in den Wappenzeichen der Schlusssteine im Gewölbe. Möglicherweise auch einen Schatz? Spukt es auf dem ehemaligen Friedhof im Innenhof? Wird die Ritterrüstung in der Vitrine lebendig? Das gilt es herauszufinden.

Bewaffnet mit der Taschenlampe begeben sich die Kinder auf eine detektivische Zeitreise durch die Geschichte des ehemaligen Franziskanerklosters, in dem heute das Museum untergebracht ist. Die Führungen eignen sich aber nur für diejenigen, die sich ohne Eltern ins Museum trauen. Wer ist so mutig?

Die Führung kostet jeweils 4 Euro pro Kind, Mitglieder des Kinder- und Jugendklubs des Freundeskreises Stadtmuseum Landshut e.V. haben bei Vorlage des Mitgliedsausweises freien Eintritt.

Anbei Impressionen von den letzten Führungen am 29.10. und 12.11.2021 (Fotos: Doris Danzer).

Führung zu „Nationalsozialismus in Landshut“

Am Samstag, 20. November 2021, um 15 Uhr führt die Historikerin Dr. Doris Danzer zum Thema „Nationalsozialismus in Landshut“. Sie erläutert historische Begebenheiten an ausgewählten Orten in der Innenstadt. Die Führung dauert ca. 1,5 Stunden und findet weitgehend im Freien statt. Es gilt die 2G-Regel. Treffpunkt ist um 15:00 Uhr im LANDSHUTmuseum. ​​​​​​​Preis: 4 Euro (Mitglieder des Freundeskreises Stadtmuseum Landshut e.V. frei). Eine Anmeldung ist bis 18.11.2021 erforderlich unter Telefon 08 71 / 9 22 38 90 oder per E-Mail museen(at)landshut.de

Fantasievolle Fabelwesen modelliert

Über den Sommer und Herbst 2021 hinweg formten Kinder zwischen 6 und 12 Jahren im Rahmen von Workshops der Museen fantasievolle Fabelwesen: bei schönem Wetter im Innenhof des LANDSHUTmuseums, bei schlechtem im KASiMiRmuseum. Die beiden Keramikerinnen Persephone Pileidis und Sandra Schenkel leiteten die Kinder dabei versiert an und gaben wertvolle Tipps im Umgang mit der Modelliermasse. Inspirieren ließen sich die Kinder von den Figuren des Oberpfälzer Bildhauers Peter Mayer, die sie in der Ausstellung in der Heiliggeistkirche genau erkundet hatten. Anbei ein paar Impressionen von den Modellierarbeiten (Foto oben: Clemens Mayer; Fotos unten: Doris Danzer).

Schwarze Vögel und das Licht des Südens

Kuratorenführung am 20.10.2021 um 18.30 Uhr im LANDSHUTmuseum

Die Museen der Stadt Landshut, denen der Nachlass Paulis anvertraut wurde, widmen diese Ausstellung einem Künstler, der über vier Jahrzehnte als markante Stimme die Kunstszene in Landshut bereicherte.

Die Ausstellung nähert sich in Themenblöcken dem Werk Paulis, beginnend mit den Kriegsjahren und der nachfolgenden Gefangenschaft. Wie so viele sensible Menschen prägten die Schrecken des Kriegs Pauli für den Rest seines Lebens. »Ich halte den Menschen einen Spiegel vor« meinte Pauli einmal. »Innere Regungen« von Menschen zu einem Bild zu »verdichten«, sei für ihn eine stets neue und reizvolle Aufgabe. Einen völlig anderen, lichten Charakter haben die Bilder von Landschaften und Orten aus Südeuropa und seiner niederbayerischen Heimat. Die Vielseitigkeit Paulis wird besonders deutlich in seinen Werbegraphiken und den hier nur in Entwürfen präsentierten Arbeiten aus dem Bereich Kunst am Bau: Mosaiken, Wandbilder, Glasfenster.

Max Tewes M.A. wird durch die von ihm konzipierte Ausstellung führen. Anschließend besteht die Gelegenheit zum Gedankenaustausch bei einem Glas Wein.
Eine Anmeldung ist erforderlich unter Tel. 0871 9223890 oder per E-Mail an museen@landshut.de

Es gilt die 3G plus Regel (Geimpft – Genesen – PCR-getestet). Bitte denken Sie an den entsprechenden Nachweis!

„Vorsicht! Kunst“

„Vorsicht! Kunst“, das ist das Motto des internationalen Restauratorentages am Sonntag, den 10. Oktober 2021.

Aus diesem Anlass bieten die Museen der Stadt Landshut an diesem Tag um 15 Uhr einen Blick hinter die Kulissen und öffnen auf virtuellem Wege die Magazine.

Mit Diplom-Restauratorin Anette Klöpfer entdecken Sie bequem von der Couch aus den vielfältigen Sammlungsbestand der städtischen Museen von der Archäologie bis zur zeitgenössischen Kunst.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt; eine Anmeldung ist erforderlich, am besten per Mail bis zum 7.10. an museen@landshut.de.

Sie erhalten bei Anmeldung einen Link, der es Ihnen unkompliziert ermöglicht an der Führung via MS-Teams teilzunehmen und Fragen zu stellen. AK

Führung durch die Ausstellung „Peter Mayer – Totems und Fabelwesen. Reise ins Paradies“

Am kommenden Mittwoch, 6.10.2021 um 19.00 Uhr wird Kurator Thomas Stangier M.A. exclusiv für Mitglieder des Freundeskreises Stadtmuseum in der Heiliggeistkirche durch die Ausstellung „Peter Mayer – Totems und Fabelwesen. Reise ins Paradies“ führen.

Bereits mehr als 10.000 Besucher haben heuer die Sommerausstellung mit Werken des Schwandorfer Bildhauers Peter Mayer (1938 ‒ 2009) in der Heiliggeistkirche gesehen. Heiterkeit und hintergründiger Humor sind seine Markenzeichen. Peter Mayer war ein Künstler mit Eigensinn ‒ dem Anschein nach ein verschrobener Einzelgänger. Umso überraschender vielleicht der zweite Blick. Der Bildhauer offenbart sich als nachdenklicher Zeitgenosse, der sich ein heiteres Gewand überstreift, um die Herzen der Menschen zu erreichen.

Für den Museumsbesuch gelten die aktuellen Öffnungsregeln, wir freuen uns über eine Anmeldung unter 08 71 / 9 22 38 90 oder E-Mail museen(at)landshut.de

Literatur und Text im Umkreis des Landshuter Hofs und in der Stadt bis 1503

Tagung der Museen der Stadt Landshut und des Lehrstuhls der Universität Augsburg für Deutsche Literatur und Sprache in Bayern vom 28.-30.07.2021 in Landshut

Bernlochner Stadtsäle, Rathausprunksaal und Salzstadl

(16.07.2021) Gönner, Auftraggeber, willige Abnehmer oder geschmeicheltes Objekt von Fürstenlob – so inszenierte sich die herrschende Elite des Mittelalters in Bezug auf schöngeistige Literatur. Doch sie waren darüber hinaus auch vielseitig interessiertes Zielpublikum von allerlei Gebrauchstexten und Wissensliteratur, Enzyklopädik und Chronistik.

Für die Residenzstadt Landshut bis 1503 (dem Todesjahr des letzten sogenannten Reichen Herzogs von Bayern-Landshut) lässt sich eine ansehnliche Vielfalt an Literatur ausmachen, die nun in einer Tagung näher beleuchtet werden soll: Vom Fechtbuch über medizinische Fachbücher, Zeughausinventar, Kochbuch, geistlicher Literatur bis hin zum politischen Sangspruch und Minnedichtung gibt es anleitende, informative oder unterhaltende Literatur und Texte – von und für Herzöge und Ritter, Geistliche und Bürger und damit für jeden Stand. Hinzu kommen Textformen, die im Bereich von Kunst und Architektur zu verordnen sind oder einen dokumentierenden oder chronikalischen Charakter aufweisen, wie die Beschreibungen der Landshuter Hochzeit von 1475.

Die Tagung soll Autoren, Texte, Überlieferungsträger und Mäzene in der Stadt und am Hof Landshuts vorstellen, um so die Bedeutung, den Rang und den Anspruch näher zu beleuchten, den die Herzöge und Bürger Landshuts für sich selbst behaupteten. Es öffnet sich damit der Blick für das kulturelle Engagement einer ganzen Region und ihre Einbindung in den zeitgenössischen Literaturbetrieb.

Interessierte Zuhörer sind bei der Tagung, die in den Stadtsälen Bernlochner von 28.-30.07.2021 stattfindet und großzügig vom Freundeskreis Stadtmuseum Landshut e.V. unterstützt wird, herzlich willkommen. Die Tagung wird veranstaltet von den Museen der Stadt Landshut und der Professur für deutsche Literatur und Sprache in Bayern der Universität Augsburg.

Eine Anmeldung ist allerdings aufgrund der begrenzten Anzahl an Plätzen unbedingt erforderlich (per Email an Verena.Linseis-Meier@landshut.de). (VLM)

LANDSHUTmuseum als Bühne für die zeitgenössische Kunst: Graffiti im Alten Franziskaner Kloster

(25.09.2020) Anlässlich der Reparatur von Wand-Schäden im alten Franziskaner Kloster bot sich die Chance für eine spektakuläre Aktion.

Zwei Wände im Inneren des Kreuzgangs wurden von Maximilian, einem jungen Künstler der Hallenser Street-Art-Szene, mit großformatigen Wandbildern neu gestaltet. Seine großformatigen Werke entstanden Ende September 2020 und werden bis Anfang November 2020 mit ihrer unbändigen Farbkraft eine Vorstellung von lebendiger Jugendkultur und aktiver Street-Art vermitteln. Als Reaktion auf die Coronakrise hat es weltweit eine Explosion von Street-Art-Aktionen gegeben: ›All Art has been contemporary‹.

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