Spezielle Führungen für unsere Mitglieder durch die Pumuckl-Ausstellung im Januar 2026

Liebe Mitglieder,

gleich zu Beginn des neuen Jahres möchten wir Ihnen zwei Führungen durch die derzeit laufende, sehr erfolgreiche Pumuckl Ausstellung mit anschließendem Empfang im KASIMIRmuseum anbieten.

Die Schau vermittelt, wer den Pumuckl erfunden hat, wer ihn gezeichnet hat, wer ihn filmisch zum Leben erweckt hat. Vor allem aber bietet sie ein Erlebnis für Groß und Klein – authentisch, interaktiv und immersiv: Raum- und Videoinstallationen sorgen für ein Eintauchen in die Lebensräume der beliebten Figur. Hierzu gibt es zwei Führungen mit Daniel Schreiber, Leiter der städtischen Museen, und Dr. Verena Linseis-Meier, die Kuratorin der Ausstellung.

Die erste Führung am Samstag, den 10.01.2026 um 17:00 Uhr ist ausschließlich für unsere erwachsenen Mitglieder gedacht, während sich die zweite Führung am Samstag, den 31.01.2026 um 16:00 Uhr an unsere Familien mit Kindern richtet. Im Anschluss gibt es jeweils einen Empfang mit nicht-alkoholischen und alkoholischen Getränken. Für die Kinder wird es eine Ausmalaktion während dieser Zeit geben.

Für unsere Planung möchten wir Sie bitten, sich entweder telefonisch (Tel: 0871 22918) oder per Email (info@freundeskreis-stadtmuseum.de) bis 06.01.2026 (1. Führung) bzw. 25.01.2026 (2. Führung) anzumelden. Bitte teilen Sie uns mit, an welcher Führung Sie teilnehmen möchten und ob Sie zu dem anschließenden Empfang kommen werden.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

Der Vorstand des Freundeskreises Stadtmuseum Landshut

Der 2. Bauabschnitt des LANDSHUTmuseums wird Realität – Einstimmiges Votum des Plenums!

Am 21.11.2025 tagte das Plenum der Stadt Landshut. In dieser Sitzung war eines der Themen die Abstimmung über den Weiterbau des Landshuter Stadtmuseums im Alten Franziskanerkloster. Im Haushalt waren aktuell 16,35 Mill. € für den zweiten Bauabschnitt vorgesehen. Baureferent Johannes Doll erläuterte im Plenum, dass sich der Eigenanteil der Stadt unter Berücksichtigung der Fördermittel (Förderinitiative des Freistaats: „Innen statt Außen“) und Spenden unseres Freundeskreises auf 2,75 Millionen € belaufen würde. Bei Verzögerung des Baubeginns oder keiner Umsetzung würden die bereits für die Planungen verausgabten Mittel in Höhe von 2,8 Millionen € verloren gehen. Beides würde aus Sicht von Johannes Doll für die Stadt teurer kommen als die unmittelbare Umsetzung des Bauvorhabens. Weiterhin wies er daraufhin, dass die mit dem nächsten Bauabschnitt erstellten Büroräume für die Museen der Stadt Landshut im sog. Brücklmayer-Gebäude zu Einsparungen an Mietkosten von jährlich 19.000 € für die Stadt führen würden. Mit dem Bau sollte seiner Empfehlung nach daher bereits 2027 statt 2029 begonnen werden.

In der anschließenden Debatte wurde betont, dass dieses Vorhaben ein wichtiger Schritt zur Weiterentwicklung der Kulturstadt Landshut (Helmut Radlmeier CSU) und eine „Win-Win-Situation“ und Glücksfall für die Stadt Landshut (3. Bürgermeisterin Jutta Widmann) seien, was auch in einem weiteren Redebeitrag von Patricia Steinberger (SPD) unterstützt wurde. Oberbürgermeister Alexander Putz (CSU) wies auf die großartige Leistung unseres Freundeskreises hin, der Spenden in dieser außergewöhnlichen Größenordnung zur Verfügung stellen konnte.

Der Vorstand des Freundeskreises Stadtmuseum Landshut ist sehr glücklich über diese Entscheidung des Plenums. Wir bedanken uns bei allen Stadträten und Herrn Oberbürgermeister Alexander Putz sowie den beteiligten Referaten der Stadt Landshut (Referat 1: Referatsleiter Klaus Peißinger, Referat 2: Stadtkämmerer Alois Wagensonner, Referat Bauen und Umwelt: leitender Baudirektor Johannes Doll, Abteilung Kultur: Benedikt Schramm).

Der zweite Bauabschnitt umfasst die Komplettsanierung des Brücklmayer-Anwesens, des westlichen Flügels des äußeren Kreuzgangs mit der Plank-Kapelle und des Innenhofs. Im Erdgeschoss des Gebäudetraktes mit dem Kasimir-Museum erfolgt die Installation eines Technikraums,

Das im 2. Bauabschnitt vom Archtekturbüro H&K geplante Erdgeschoss, das einen geschlossenen inneren Kreuzgang, den neuen Eingang zum Museum und das Foyer im Brücklmayertrakt vorsieht.

Der sogenannte Brücklmayer-Trakt auf der Hofbergseite wird entsprechend komplett umfassend saniert werden. Im Erdgeschoss entsteht das Foyer. Der Eingang an historisch verbriefter Stelle am Fußweg zum Hofberg schräg gegenüber dem KOENIGmuseum wird wiederhergestellt. Zugleich wird der äußere Kreuzgang komplettiert, so dass erstmals seit Jahrzehnten wieder ein Rundgang möglich wird. Im ersten Obergeschoss entstehen hochwertige Ausstellungsräume und im Dachgeschoss wird die Verwaltung untergebracht. Der Innenhof wird vom Foyer aus dergestalt erschlossen, dass er auch außerhalb der Öffnungszeiten des Museums wieder als attraktiver Ort für vielfältige Veranstaltungen genutzt werden kann.

Der Vorstand des Freundeskreises Stadtmuseum Landshut e.V.

Open-Air-Konzerte im Prantlgarten am 2. und 30. August 2025

Liebe Mitglieder des Freundeskreises,

nach zwei ausverkauften und hochgelobten Klassik-Open-Air-Konzerten im vergangenen Jahr veranstalten die Museen der Stadt auch dieses Jahr wieder zwei Konzerte mit Christoph Goldstein. Sie finden diesmal allerdings nicht im Innenhof des LANDSHUTmuseums statt, sondern auf der Wiese im Prantlgarten vor dem KOENIGmuseum.
Am Samstag, 2. August, ab 18 Uhr spielt das Niederbayerische Kammerorchester unter Leitung von Christoph Goldstein die „Vier Jahreszeiten“ von Antonio Vivaldi.

Vor genau 300 Jahren, im Jahr 1725, hat Vivaldi dieses Werk komponiert. Für jede der Jahreszeiten hat er ein Gedicht geschrieben, das sich als Programm wie ein roter Faden durch die vier äußerst virtuosen Violinkonzerte zieht. Sie zählen zu den erstaunlichsten Werken, die es für Violine und Orchester gibt. Neben den „Vier Jahreszeiten“ erklingen Vivaldis Konzert in d-Moll für zwei Oboen und Orchester, Bachs Konzert für zwei Violinen und Orchester sowie Telemanns Bratschenkonzert. Dabei treten neben Christoph Goldstein (Violine) auch Ariyah Körber (Oboe), Gisela Feder (Oboe) und Mirjam Brauchle (Violine) als Solistinnen bzw. Solisten auf. Bei schlechtem Wetter wird dieses Konzert in den Landshuter Salzstadel in der Steckengasse 308 verlegt.

Am Samstag, 30. August, ab 18 Uhr findet dann das zweite Klassik-Open-Air-Konzert im Prantlgarten statt. Da tritt Christoph Goldstein als Moderator und Geiger gemeinsam mit seinem Duopartner, dem Pianisten Johannes Beham, auf. Sie bringen ein buntes Programm zu Gehör, darunter die Sonate von Johann Baptist Vanhal (1739-1813), Beethovens Sonate G-Dur Op. 30/3, die „Zigeunerweisen“ Op. 20 von Pablo Sarasate sowie Lieblingsstücke der beiden Musiker wie „Salut d’Amour“ von Elgar oder die berühmte Meditation aus der Oper Thaïs von Jules Massenet. Dieses Konzert wird bei schlechtem Wetter ins KOENIGmuseum verlegt.

Karten für beide Konzerte sind ab 30. Juni erhältlich in der Tourist-Info im Landshuter Rathaus (Altstadt 315), telefonisch erreichbar unter 0871 922 050 oder per E-Mail an Tourismus@Landshut.de sowie an der Abendkasse im KOENIGmuseum.
Für das Konzert am 2.8. kostet eine Karte 15 Euro, für das Konzert am 30.8. kostet sie 12 Euro. Für Schüler und Schülerinnen, Studierende sowie Menschen mit Schwerbehinderungen gibt es ermäßigte Karten für 10 Euro.

Wir wünschen viel Vergnügen!

Führung durch die Ausstellung „Ad lucem – Raimund Reiter – Georg Thumbach“

Liebe Mitglieder,

die Mitglieder des Freundeskreises Stadtmuseum Landshut e. V. und deren Freunde sind sehr herzlich zu einer exklusiven und besonderen Führung durch die Ausstellung

„Ad lucem – Raimund Reiter – Georg Thumbach“

in der Heiliggeistkirche in Landshut eingeladen. Sie werden mit Daniel J. Schreiber, dem Leiter der Städtischen Museen in Landshut, und den beiden Künstlern Raimund Reiter und Georg Thumbach die Gelegenheit zu einer Begehung der Ausstellung mit Erläuterungen aus erster Hand bekommen.

Termin: Samstag, der 19. Juli 2025 um 14:00 Uhr

Ort: Heiliggeistkirche in Landshut

Im Anschluss an die Veranstaltung laden wir Sie und Ihre Freundinnen und Freunde vor dem Eingang zur Heiliggeistkirche zu einem gemeinsamen Treffen mit den Künstlern ein.

Bitte melden Sie sich telefonisch unter 0871-9223890 oder per Email an Museen@Landshut.de bis zum 16.07.2025 an.

 Mit dem Raum arbeiten – dieser Herausforderung haben sich Raimund Reiter und Georg Thumbach in ihrer gemeinsamen Ausstellung »Ad lucem« in Heiliggeist gestellt. Die spätgotische Hallenkirche gehört mit ihrem lichten, ausgeweißten Inneren, den hohen Fensterbahnen und der schlichten, farblosen Verglasung zu den schönsten Ausstellungsorten in Bayern.

Drei große Skulpturen von Georg Thumbach ordnen sich auf der Mittelachse der Kirche rhythmisch hintereinander an und nehmen solcherart das Motiv der prominent im Chorschluss eingestellten Mittelsäule auf – eine charakteristische Lösung des Baumeisters Hans von Burghausen († 1432).

Mit einfachsten Mitteln entfalten die Werke im Kirchenraum eine starke Bewegungsdynamik: Einen ausgeprägten Höhenzug zeigt »Anodos« (griech. Aufstieg), ein halbierter und ausgehöhlter, innen geflämmter Fichtenstamm, von dessen Kern drei starke Holzscheiben stehen geblieben sind, die den Blick zum Kirchengewölbe führen. Eigens für Heiliggeist entstand die vor der Orgel aufgestellte »Kernspaltung«: ein mehr als fünf Meter hoher, in ganzer Länge (!) gespaltener Pappelstamm, der die inneren Wuchslinien des Holzes sichtbar macht und mit seiner kreisförmigen Anordnung auf einer vieleckigen Bodenplatte auf den gebrochenen Chor von Heiliggeist zu antworten scheint.

In ganz neue bildnerische Dimensionen stößt Raimund Reiter mit seinen großformatigen Kohlezeichnungen vor, die im Chor die Breite der lichten Fensterbahnen aufnehmen und die Sockelzone wie Wandbehänge auskleiden. Aus dem satt und deckend verriebenen Schwarz der Reißkohle – eine mit Ruß und Ton verpresste Zeichenkohle – strahlen umso heller die weiß belassenen Partien, die als Gedankenbilder unwillkürlich die Gehölz- und Krautzone der Isarauen in Erinnerung rufen. Es ist ein bewusstes Spiel mit Abstraktion und Figuration, dessen besonderer Reiz aus der Umkehr der Schwarz-, Weiß- und Grauwerte resultiert, wie man dies von der analogen Fotografie her (noch) kennt. Nur vereinzelt setzen sparsam eingesetzte Pastellkreiden einen verhaltenen Farbakzent. Besondere Hervorhebung verdient das ›übermäßig‹ große Blattformat, mit dem Raimund Reiter auf die Dimensionen des Kirchenraums reagiert. Es hat ihn zur Erarbeitung einer vollkommen neuen Bildsprache geführt.

Im Zusammenwirken von Skulptur und Grafik ist Georg Thumbach und Raimund Reiter eine glückliche Anverwandlung des spätgotischen Kirchenraums gelungen, der den Besucher einlädt, ins Licht zu treten, um sich auf Kunst und Natur einzulassen.

Raimund Reiter (Jg. 1950), langjähriger Vorsitzender des Kunstvereins Landshut e. V., lebt und arbeitet in Ergolding-Piflas bei Landshut. Von Fotografie und Druckgrafik herkommend, hat er während der vergangenen zehn Jahre die Kohlezeichnung als alternatives künstlerisches Medium entdeckt und sich ausgehend von urbanen Motiven mehr und mehr den Isarauen zugewandt.

Georg Thumbachs (Jg. 1972) künstlerisches Denken und Arbeiten kreist im weitesten Sinn um das Thema Holz. Erstmals 2014 war er mit seinen großformatigen Grobspanplatten in Landshut zu Gast, die anknüpfend an seine zeichnerischen Erfahrungen in Fichtenmonokulturen ein dichtes strukturelles Geflecht von starker Tiefenwirkung entwickeln. Georg Thumbach lebt und arbeitet in Fürstenzell bei Passau (Text: Museen der Stadt Landshut).

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

Mit herzlichen Grüßen

Der Vorstand des Freundeskreises Stadtmuseum Landshut e.V.

Einladung zur Mitgliederversammlung 2025

Liebe Mitglieder des Freundeskreises Stadtmuseum Landshut,

der Vorstand lädt Sie sehr herzlich zu unserer Mitgliederversammlung am Mittwoch, den 12. März 2025, 19:30 Uhr, im Salzstadel, Steckengasse 308, 84028 Landshut ein. Herr Oberbürgermeister Alexander Putz hat sich freundlicherweise bereit erklärt, ein Grußwort zu sprechen. Darüber hinaus stehen wichtige Neuwahlen für den Vorstand und das Kuratorium an. Außerdem können wir uns auf einen Vortrag von Daniel Schreiber, dem Leiter der Städtischen Museum Landshut, freuen.   

Wir laden Sie daher ein, sich zum Stand unserer Bemühungen um eine Fortsetzung des Museumsbaus zu informieren und mit uns zu diskutieren.

Mitgliederversammlung des Freundeskreises Stadtmuseum Landshut e.V.

am Mittwoch, 12. März 2025, 19:30 Uhr,  

im Salzstadel, Steckengasse 308, 84028 Landshut

Tagesordnung

  1. Begrüßung
  2. Grußwort durch den Oberbürgermeister der Stadt Landshut Alexander Putz
  3. Gedenken der verstorbenen Mitglieder
  4. Bericht zu den Aktivitäten des Vorstands
  5. Kassenbericht
  6. Bericht der Kassenprüfer
  7. Entlastung des Vorstands und der Kassenprüfer
  8. Neuwahl des ersten Vorsitzenden des Vorstandes
  9. Neuwahl des Kuratoriums
  10. Verschiedenes
  11. Vortrag von Daniel Schreiber, Leiter der Museen der Stadt Landshut: „Museen der Stadt Landshut. Bestandsaufnahmen und Entwicklungsphantasien. Eine Einladung zum gemeinsamen Träumen.“

Wünsche und Anträge können bis spätestens Mittwoch, den 5. März 2025, schriftlich und mit Begründung über unsere Geschäftsstelle eingereicht werden. In der Hoffnung, Sie auf unserer ordentlichen Mitgliederversammlung für das vergangene Jahr 2024 begrüßen zu können, verbleiben wir

mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr. G. Autenrieth                                                   Prof. Dr. A. Holstege

     1. Vorsitzender                                                                  2. Vorsitzender

Führung durch die Ausstellung „Kunst- und Wunderwege“ mit anschließenden Talk zum Thema „Kunst und Kultur“

Liebe Mitglieder,

wir möchten Sie und Ihre Freundinnen und Freunde sehr herzlich zu einer Führung durch die Ausstellung „Kunst- und Wunderwege“ – studentische Impulse für Landshut – am Donnerstag, den 27.02.2025 um 17:00 Uhr in der großen RATHAUSgalerie einladen (Altstadt 315, Landshut. Eingang über Grasgasse). Wir freuen uns sehr, dass der Leiter der Museen der Stadt Landshut Daniel Schreiber persönlich für uns die Führung übernehmen wird. Anschließend findet um 18:00 Uhr ein „Talk“ zum Thema „Kunst und Kultur“ statt (Podiumsdiskussion mit geladenen Gästen).

Die studentische Ausstellung in der großen RATHAUSgalerie untersucht das Potenzial von Kunst im öffentlichen Raum als Akzentgeberin für Aufenthalt, Orientierung und Interaktion auf Wegen und Plätzen in Landshut. Fünf „Kunst- und Wunderwege“ wollen Kulturinstitutionen in Altstadt und Hofgarten verbinden, Kunst im öffentlichen Raum erlebbar machen und neue räumliche Qualitäten schaffen. Exemplarische Entwürfe zeigen diesen Ansatz an unterschiedlichen Orten im Stadtraum und vertieft für die öffentlichen Räume im Umfeld des LANDSHUTmuseums und KOENIGmuseums. Die Freude am gemeinsamen Entdecken, Verweilen, Spielen und Lernen soll gepaart werden mit der Lust am Wandeln von einem zum nächsten Ort.

Bitte melden Sie sich telefonisch unter 0871-9223890 oder per Email an Museen@Landshut.de bis zum 22.02.2025 an.

Gern können Sie auch interessierte Freundinnen und Freunde mitbringen. Wir freuen uns, Sie bei dieser Führung wieder begrüßen zu können.


Mit herzlichen Grüßen

Der Vorstand des Freundeskreises Stadtmuseum Landshut e.V. 

Ein Blick zurück auf unser Vereinsjahr 2024

Zu Beginn die Frage wie immer: Wie steht es um den Weiterbau des LANDSHUTmuseums? Mehrere Kontakte mit der Stadtspitze konnten keine konkreten Zusagen erzielen. Die entscheidende Zustimmung des Stadtrates kann nicht erzwungen werden. Die Zusage weiterer Spendengelder in Höhe von 1,3 Millionen Euro hilft da nicht weiter. Das bereitliegende Geld wird der Stadt bei Bedarf für die weiteren Planungen überwiesen. Allerdings ist zu hören, dass im Baureferat unverändert regelmäßige Planungssitzungen stattfinden. Es wird weiter für das Gesamtprojekt geplant. Die Stadt ist also nicht untätig, investiert Aufwendungen für Personal und leistet dadurch geldwerte Arbeit, ohne unseren Finanzbeitrag anzufordern. Aber dennoch: Die Zeit läuft gegen uns mit Inflation und stetigen Kostensteigerungen.

Als positives Signal in eine kulturell erstarkende Zukunft ist aber die Umstrukturierung der Stadtverwaltung im Kulturbereich zu werten. Mit Benedikt Schramm wurde ein Abteilungsleiter Kultur eingestellt, der die Bereiche Museum, Theater, Musikschule und Bücherei zusammen denken und kulturelle Konzepte erarbeiten soll. Als Gesamtmuseumsleiter konnte unser Freundeskreis Anfang des Jahres Daniel J. Schreiber begrüßen. Ihm unterstehen, besonders nach dem kürzlichen Weggang von Dr. Alexandra von Arnim, die Museen der Stadt Landshut, das LANDSHUTmuseum, die Heiliggeistkirche, das KASIMIRmuseum und das KOENIGmuseum.

Wir haben mit Herrn Schreiber wieder einen tatkräftigen, kompetenten und sympathischen Museumsleiter bekommen. Dabei kann er sich auf die Kompetenz und Initiativen des vorhandenen hoch qualifizierten Museums-Teams stützen. Jeder Mitarbeiter im Museum erwies sich als eine Quelle besonderer Inspiration:

Frau Dr. Danzer kuratierte die wichtige und sehr erfolgreiche Ausstellung „Landshut im Nationalsozialismus“ mit vielen begleitenden Vorträgen, die unser Freundeskreis finanziell unterstützen konnte. Auch zum jüngst erschienenen Katalog konnten wir wesentlich beitragen. Frau Dr. Linseis-Meier zeichnet für die Ausstellung im KASIMIRmuseum „Marlene Reidel. Seitenweise Leben. Ihre schönsten Kinderbücher“ verantwortlich und Thomas Stangier kuratierte die aktuelle Ausstellung samt Katalog über die Glaubenswelt in der Übergangszeit vom Barock in die Säkularisation, „Glaubenseifer – Glaubenszweifler“. Annette Klöpfer war immer und überall eine zentrale und wichtige Station im Gefüge der Arbeit. Daniel Schreiber selbst präsentierte „Bernhard Kühlewein im Großformat“ und organisierte zusammen mit Benedikt Schramm die Rathaus-Ausstellung rund um die Scully-Fenster in der Martinskirche.

Auf alle diese großartigen Ausstellungen durfte der Freundeskreis für seine Arbeit zurückgreifen, als Mitläufer und Helfer. Denn wir konnten ein neues Format zuverlässig etablieren: Für Sie und Ihre Freunde bieten wir im monatlichen Rhythmus Führungen an, die auch den Kontakt der Mitglieder untereinander und mit den Museen fördert. Es fanden Führungen durch die genannten Ausstellungen statt, dazu der von Dr. Verena Linseis-Meier ins Leben gerufene Infotainment-Abend „Moritat im Alten Franziskanerkloster“ mit anschließenden Stehempfängen mit Kleingebäck und Getränken. Die Museen boten die kulturelle Substanz und der Freundeskreis lieferte die Ausstattung des Stehempfanges. Dabei wurden wir wie immer großzügig unterstützt von der Bäckerei Mareis und dem Weinhaus Deutter. Alle diese Angebote wurden mit großem Interesse und Zulauf aufgenommen.

Auch heuer veranstaltete der Freundeskreis wieder das LANDSHUTfest – diesmal bei glühender Hitze. Der Kinderchor von Kuratoriumsmitglied Susanne Kaiser brachte herzliche Freude in das Programm. Beim Kasimir-Wettbewerb konnte Frau Dr. Linseis-Meier Schulklassen mit hoch verdienten Preisen prämieren. Vielen Dank den Organisatoren! Herr Tewes führte in diesem Zusammenhang durch die Reidel-Ausstellung. Die Musikgruppen „Dixie to Go“ und „Lieblingsstück“ steuerten Freude an der Musik bei. Unser zweiter Bürgermeister Dr. Thomas Haslinger sprach die Grußadresse für die Stadt. Der Fotograf Peter Litvai war heuer unser Plakatkünstler. Dafür danken wir herzlich. Mitglieder und Freunde des Freundeskreises sorgten für Speis und Trank. Je nach anstehenden Themen fluktuierten Zahl und Zusammensetzung der Besucher. Die offene Kreativwerkstatt von Frau Dr. Linseis-Meier und Frau Dr. Danzer war jedoch permanent in voller Aktion.                                                                                  

Die Museums-Exkursion nach Nürnberg ins Germanische Nationalmuseum (GNM) war ebenfalls ein erfreulicher Erfolg. Dr. Franz Niehoff hatte perfekt organisiert und unser Kuratoriumsmitglied und Sammlungsleiterin im GNM, Dr. Angelika Hofmann, gestaltete das wissenschaftliche Programm. Hauptthema war die Ausstellung „Die letzte Fahrt. Das Wagengrab von Essenbach“ um das vor einiger Zeit in Essenbach ausgegrabene bronzezeitliche Prunkgrab und dessen kulturelle Epoche. Zweites Thema war „Hello Nature“ als ökologisches Highlight. Es war ein rundum gelungenes Unternehmen.

Das Jahr 2024 war also durchaus ereignisreich für den Freundeskreis. Bei seinen monatlichen Sitzungen konnte sich der Vorstand wesentlich auf den Sachverstand weiterer Mitglieder stützen: Jürgen Siegel, Annette Kloepfer, Thomas Stangier, Daniel Schreiber und Dr. Franz Niehoff. Unser Kuratorium erwies sich erwartungsgemäß unter der Leitung von Franz Schneider als sehr hilfreiche Ideenquelle.

Auch die gute Verwaltung, ohne die nichts glatt und effektiv läuft, darf nicht unerwähnt bleiben. Unsere Verwaltung im Museum erfüllt diese Voraussetzungen so gut gelaunt, dass man gerne bei Petra Mantler und Susanne Graßl anruft. Aus diesem Umfeld heraus hat Susanne Graßl mit Ihrem Mann ein sehr gelungenes Picknick-Konzert im Innenhof des alten Franziskanerklosters mit der Peter Papritz Band veranstaltet und daraus für den Freundeskreis klingelnden Gewinn erwirtschaftet. Hut ab! Ebenso effektiv und liebenswürdig agiert für uns Martina Zelzer und ihre Umgebung im Büro der Förderer.

Leider verstarb in diesem Jahr unser Ehrenmitglied Franz Müller. Er hatte sich in vielen Bereichen für seine Heimatstadt Landshut engagiert und war insbesondere einer der ganz großen Unterstützer unseres Freundeskreises und der Idee zum Bau eines Stadtmuseums in Landshut. Sein Tod hat uns alle sehr getroffen.

Auch in seinem Sinne aber engagieren wir uns weiter. Wir danken den Museen für ihre Arbeit, erfreulich auch im Kontakt mit dem neuen Chef der Museen, Daniel Schreiber. Wir freuen uns auf die Fortführung dieser Arbeit. Wir erhoffen sehnlich den Erfolg unserer guten Argumente zum Weiterbau des Museums. Wir müssen diese Argumente in werbende Aktivität für neue Mitglieder umsetzen. Sprecht Eure für Kultur begeisterteren Bekannten an, um sie zur Mitgliedschaft zu bewegen!

Zum Ende des Jahres wünschen wir frohe, erfüllte Festtage und ein heiles und gesegnetes Neues Jahr.

Der Vorstand des Freundeskreises Stadtmuseum Landshut

Exklusive Führung durch die Ausstellung „Glaubenseifer – Glaubenszweifler“ für Mitglieder des Freundeskreises Stadtmuseum Landshut und solche, die es werden wollen.

Liebe Mitglieder,
 
der Freundeskreis Stadtmuseum Landshut e. V. möchte Sie bereits zu Beginn des neuen Jahres wieder sehr herzlich zu einer exklusiven Führung durch die Ausstellung „Glaubenseifer – Glaubenszweifler“ in der Heiliggeist Kirche in Landshut einladen.
 

Büßerzelle der Anna Catharina Cäcilia Märy: Kreuzträgerin, um 1750, Museen der Stadt Landshut, Inv.-Nr.1756

Es ist eine Ausstellung über Religiosität, Aufklärung und Säkularisation am Beispiel Landshuts in der Zeit des allgemeinen Epochenumbruchs in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die gesellschaftlichen Veränderungen an der Schwelle zur Moderne änderten sich in dieser Zeit radikal. Nicht zuletzt erfuhr das Verhältnis von Herrscher und Untertanen aufgrund der Frage nach der Relevanz des Religiösen eine harte Belastungsprobe. Zweifel an der religiösen Gesinnung führten im Staatsdienst zu Berufsverbot. Anhand ausgewählter Landshuter Lebensläufe gelingt es, diese Zeitenwende nachzuempfinden.
 
Der Kurator der Ausstellung, Herr Thomas Stangier, wird uns persönlich durch diese Ausstellung führen.


Termin: Samstag, der 11. Januar 2025 um 14:00 Uhr
Ort: Heiliggeist Kirche in Landshut


Im Anschluss an die Veranstaltung laden wir im Café 113 in der Ländgasse zu einem Treffen mit Ihnen ein.


Bitte melden Sie sich telefonisch unter 0871-9223890 oder per Email an Museen@Landshut.de bis zum 08.01.2025 an.
 
Gern können Sie auch interessierte Freundinnen und Freunde mitbringen. Wir freuen uns, Sie bei dieser Führung im neuen Jahr begrüßen zu können.
 
Der Vorstand des Freundeskreises Stadtmuseum Landshut e.V.

Landshuter Geschichte in den Händen halten – Katalog zur Ausstellung„Landshut im Nationalsozialismus. Opfer. Täter. Zuschauer“ vorgestellt

PRESSEMITTEILUNG der Stadt Landshut vom 06.12.2024

„Zu einer der wichtigsten und eindringlichsten Ausstellungsprojekte der vergangenen Jahrzehnte in Landshut gehört ein ganz besonderer Katalog“, sagte Oberbürgermeister Alexander Putz kürzlich im Alten Plenarsaal im Rathaus bei der Vorstellung des Begleitkatalogs zur Ausstellung „Landshut im Nationalsozialismus. Opfer. Täter. Zuschauer“. „Diese Ausstellung mit vielen begleitenden Aktionen hat Maßstäbe gesetzt. Darauf können wir, gemeinsam mit allen Mitwirkenden stolz sein. Die Zahl von knapp 25.000 Besucherinnen und Besuchern spricht für sich.“

Der Katalog zur Ausstellung

Benedikt Schramm, Leiter der Abteilung Kultur der Stadt Landshut, bezeichnete die Katalogpräsentation als einen wesentlichen Höhepunkt dieser Ausstellung. Der Katalog sei nicht nur Dokumentation der eigenen Leistung, sondern bilde im Nachgang zur Ausstellung auch einen Ausgangspunkt für die weitere Beschäftigung mit der Geschichte. Die Ausstellung zeige, wie sich die Diktatur konkret am eigenen Wohnort ausgeprägt hat, und mache sie damit für die Menschen der Gegenwart jenseits von bisweilen abstraktem Schulbuchwissen greifbar. Der Katalog biete die Chance, sich weiter mit diesem Thema zu beschäftigen und sich langfristig darüber auszutauschen. „Die Ausstellung und der Katalog sind eine tolle Leistung, die sehr wichtig ist für unsere Stadtgesellschaft. Ich bin dafür als Bürger dieser Stadt dankbar und erst recht als Abteilungsleiter.“ Schramm dankte insbesondere Dr. Doris Danzer als Kuratorin und Herausgeberin des Katalogs, die „ihr ganzes Herzblut in das Projekt gelegt hat“.
Ausstellungskuratorin, Mit-Autorin und Katalog-Herausgeberin Dr. Doris Danzer von den städtischen Museen dankte ihren Mitautorinnen und Mitautoren. „Wir haben mit dieser Ausstellung so viele Menschen bewegt, die zu uns gekommen sind und uns ihre Geschichten erzählt haben. Die bis heute zu uns kommen und Fotos und Objekte bringen“, sagte Danzer.

Sie erzählten ihre Familiengeschichte und berichteten, welche identitätsstiftende Bedeutung diese Ausstellung für sie und ihre Familien hat. Daher sind dem Katalog auch drei Vorworte von Nachkommen Landshuter Juden vorangestellt. „Nicht zuletzt geht es für uns als Museum auch darum, relevant zu sein“, so Danzer. „Relevant für das 21. Jahrhundert und für die Stadtgesellschaft. Dies ist uns mit dieser Ausstellung einmal mehr gelungen.“
Der 336 Seiten starke Katalog ist in drei Teile aufgeteilt. Teil eins umfasst die Inhalte der Hauptausstellung im LANDSHUTmuseum, die seit 10. März 2024 und noch bis zum 9. März 2025 zu sehen ist. Der zweite Teil enthält wissenschaftliche Beiträge zu einzelnen Themenfeldern aus der Ausstellung im LANDSHUTmuseum von verschiedenen Autoren. Abschließend folgt in Teil drei eine fotografische Kurz-Dokumentation der Sonderausstellung „Mahnmale. Erinnerungskultur im Werk von Fritz Koenig“ im KOENIGmuseum, die vom 10. März bis zum 9. Juni 2024 im KOENIGmuseum zu sehen war. Zudem enthält er einen wissenschaftlichen Beitrag zum Ausstellungsthema.


Der Katalog „Landshut im Nationalsozialismus. Opfer. Täter. Zuschauer. Herausgegeben von Doris Danzer (Schriften der Museen der Stadt Landshut, Band 43)“ ist seit Samstag, 30. November, für 25 Euro erhältlich an den Standorten der Museen der Stadt Landshut – Heiliggeistkirche, KOENIGmuseum, LANDSHUTmuseum – sowie in der Nikola-Buchhandlung und der Buchhandlung Dietl in Landshut.

Ausstellungskuratorin, Mit-Autorin und Katalog-Herausgeberin Dr. Doris Danzer mit dem Katalog zur Ausstellung „Landshut im Nationalsozialismus. Opfer. Täter. Zuschauer.“.

Rathaus der Stadt Landshut, Pressestelle, Altstadt 315, 84028 Landshut, Verfasser: Stefanie Platzek, E-Mail stefanie.platzek@landshut.de

PS: Ein wesentlicher Beitrag zur Finanzierung des Katalogs wurde vom Freundeskreis Stadtmuseum Landshut e.V. finanziert.