Herbstausflug des Freundeskreises Stadtmuseum Landshut zur Ausstellung „Die Moderne im Zoo“ im Franz Marc Museum in Kochel

Termin: Samstag, den 18.10.2025 um 8:00 Uhr, Treffpunkt Grieserwiese (Nähe Zeughaus)

Liebe Mitglieder,

hiermit möchten wir Sie herzlich zu unserer diesjährigen Exkursion nach Kochel in das Franz Marc Museum einladen, die wir gemeinsam mit den Museen der Stadt Landshut veranstalten. Dort werden wir farbige und spannende Führungen erleben können.

Der erste geführte Rundgang widmet sich der Ausstellung „DIE MODERNE IM ZOO“:

Mit über 170 Meisterwerken präsentiert das Franz Marc Museum diese exquisite Ausstellung zu den vielfältigen Verflechtungen zwischen Kunst, Zoo und Moderne

Kunst und Natur bilden jenen faszinierenden Resonanzraum von dem die Ausstellung in sieben Abteilungen erzählt. Mit Werken von Franz Marc, August Macke, Paul Klee sowie Max Liebermann und vielen anderen – darunter Max Slevogt (1868 in Landshut geboren): Elefanten, Giraffen, Löwen und Tiger sowie Flamingos und Papageien übernehmen darin Hauptrollen. Die umsichtig kuratierte Ausstellung öffnet neue Sehepunkte auf den Zoo als Ort der Moderne. München als leuchtende Kulturstadt bildet hierfür ein Zentrum: 1911 öffnet der Tierpark Hellabrunn seine Pforten – wenig später gründet sich der „Blaue Reiter“. Marcs Affenfries zählt zu den Höhepunkten der Ausstellung

Die Themen des zweiten geführten Rundgang (direkt nach der Mittagspause) sind:
BLAUER REITER – FRANZ MARC MUSEUM – SKULPTURENPARK

Das Franz Marc Museum gilt als Modellfall für eine ebenso konsequente wie gelungene Museumsentwicklung. Für das 1986 gegründete Museum entstand 2008 ein Museumsneubau der durch einen 2023 eröffneten Funktionsbau für Restaurierung und Museumspädagogik erweitert wurde.  Das Leitthema dieses monographischen Künstlermuseums —NATUR UND KUNST – tritt im Dialog mit reizvoller Landschaft überzeugend vor Augen. Die Erweiterung durch einen fortlaufend ergänzten Skulpturenpark mit Werken bedeutender Künstler der internationalen Avantgarde rundet das Ganze im Sinne eines Gesamterlebnisses glanzvoll ab.

8:00 Uhr                           Landshut / Grieserwiese (Nähe Zeughaus)
11-12 Uhr                          Führung 1: Die Moderne im Zoo
12-13:30 Uhr                  Mittagspause

13:30-14:30 Uhr           Führung 2: Blauer Reiter – Franz Marc Museum – Skulpturenpark

14:30-16:30 Uhr            zur freien Verfügung in Kochel am See

16:30 Uhr                          Abfahrt Kochel
18:45 Uhr                          Rückkehr in Landshut / Grieserwiese

Wegen des begrenzten Sitzplatzangebotes im Bus werden die Plätze nach der Reihenfolge der Anmeldungen vergeben.

Preis 45,00 € pro Person (inklusive Busfahrt, Eintritt und Führungen)

Anmeldung erbeten bis Dienstag, den 14.10.2025
unter 0871 / 92 23 89 0  (Museumsverwaltung zu den üblichen Bürozeiten ).

Wir freuen uns sehr auf Ihre Anmeldung!

Mit herzlichen Grüßen

Franz Schneider                              Prof. Dr. Axel Holstege

Herbstausflug des Freundeskreises Stadtmuseum Landshut nach Nürnberg in das Germanische Nationalmuseum

Liebe Mitglieder,

hiermit möchten wir Sie herzlich zu unserer diesjährigen Exkursion nach Nürnberg in das Germanische Nationalmuseum (GNM) einladen, die wir gemeinsam mit den Museen der Stadt Landshut veranstalten. Dort werden wir spannende Führungen durch hochkarätige Sonderausstellungen sowie das Museum erleben können.

Frau Dr. Angelika Hofmann (Leiterin der Sammlung Archäologie) führt durch die Ausstellung „Die letzte Fahrt. Das Wagengrab von Essenbach“. Ausgehend von der Schenkung der Gemeinde Essenbach an das GNM unternehmen wir eine Zeitreise in die Urnenfelderkultur (1300-800 v. Chr.) der späten Bronzezeit.

Rasiermesser und Goldring aus dem Wagengrab von Essenbach (mit freundlicher Genehmigung von Frau Dr. Hofmann, GNM)

Kompakt vermittelt Dr. Hofmann anschließend die Geschichte des Germanischen Nationalmuseum in Verbindung mit einem Ausblick auf aktuelle Projekte, Sanierungs- und Präsentationskonzepte.

Nach der Mittagpause treffen wir uns zum geführten Rundgang durch die Ausstellung „Hello Nature“ Diese große Sonderausstellung beleuchtet das komplexe Verhältnis von Mensch und Natur in Zukunft und entwickelt daraus die Frage nach Möglichkeiten künftigen Zusammenlebens

Samstag, 26. Oktober 2024, 8.00 – ca. 19.00 Uhr

Germanisches Nationalmuseum | Tagesfahrt Nürnberg

08.00 Uhr           Abfahrt Grieserwiese (Nähe Zeughaus)
ca. 10.30 Uhr     Nürnberg, GNM

11.00 Uhr           „Die letzte Fahrt. Das Wagengrab von Essenbach“ (Dr. Angelika Hofmann)

12.00 Uhr           Vom mittelalterlichen Kartäuserkloster zum größten kulturgeschichtlichen . Museum des deutschen Sprachraums (Dr. Angelika Hofmann)

13.00 Uhr           Pause / Freizeit (zur freien Verfügung: Museum oder Innenstadt)

15.15 Uhr           ›Hello Nature: Wie wollen wir zusammenleben?‹
     Führung durch die große Sonder-Ausstellung des GNM

17.15 Uhr           Abfahrt GNM

19.15 Uhr           Rückkehr in Landshut

Wegen des begrenzten Sitzplatzangebotes im Bus werden die Plätze nach der Reihenfolge der Anmeldungen vergeben.

Preis 40,00 € pro Person (inklusive Busfahrt und aller Eintritte und Führungen)
              
Anmeldung bis Dienstag, den 15.10.2024
unter 0871 / 92 23 89 0  (Museumsverwaltung, Dienstag-Freitag zu den üblichen Bürozeiten )

Wir freuen uns sehr auf Ihre Anmeldung!

Mit herzlichen Grüßen

Prof. Dr. Gernot Autenrieth                                   Prof. Dr. Axel Holstege

Tagesfahrt des Freundeskreises Stadtmuseum Landshut zum Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg am Samstag, den 26.10.2024

Germanisches Nationalmuseum in Nürnberg

Der ›Freundeskreis Stadtmuseum‹ bietet eine hochkarätige und abwechslungsreiche Tagesfahrt zum Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg an.

Dr. Angelika Hofmann (Sammlungsleiterin Archäologie) hat sich freundlicherweise bereit erklärt, die beiden Führungen zum Auftakt für uns zu gestalten:

A: „Das urnenfelderzeitliche Wagengrab von Essenbach“:

Die archäologische Ausstellung macht eine Zeitreise in den späten Abschnitt der Bronzezeit, die Urnenfelderkultur (1300–800 v.Chr.). Im Fokus steht ein Wagengrab, das 2011 in Essenbach (Niederbayern) entdeckt wurde. Der Brauch, die an der Spitze der Gesellschaft stehenden Machthaber zusammen mit einem vierrädrigen Prunkwagen einzuäschern und zu bestatten, entstand mit Beginn der Urnenfelderzeit. Das Grab und die daraus geborgenen Funde weisen den „Wagenfahrer“, der im 13. Jahrhundert v.Chr. lebte, als politischen, wirtschaftlichen und religiösen Akteur aus, der Teil eines weit über Europa hinausreichenden Elitenetzwerks war.

Rasiermesser und Goldring aus dem Wagengrab in Essenbach
Germanisches Nationalmuseum, Foto Georg Janßen

B: „Vom mittelalterlichen Kartäuserkloster zum größten kulturgeschichtlichen Museum des deutschen Sprachraums:

Der Rundgang führt durch die mehr als 600-jährige Bau- und rund 175-jährige Sammlungsgeschichte des Germanischen Nationalmuseums. Dabei werden auch aktuelle Projekte, Sanierungs- und neue Präsentationskonzepte vorgestellt. 

Am Nachmittag schließt sich ein geführter Rundgang durch die Ausstellung ›Hello Nature‹ an.

Die Ausstellung Hello Nature beleuchtet das komplexe Verhältnis zwischen Mensch und Natur. Sie fragt, was passiert, wenn Menschen sich als das Zentrum der Welt sehen und versuchen, die Natur zu beherrschen. Sie zeigt die Geschichte dieser Beziehung, die von Ausbeutung, Bedrohung und dem Bestreben nach Bewahrung geprägt ist. Gleichzeitig stellt die Ausstellung die Frage nach zukünftigen Möglichkeiten des Zusammenlebens.

Die Präsentation ist in drei große Kapitel unterteilt, die einen Bogen von der Sesshaftwerdung bis in die Gegenwart spannen. Sie zeigt, wie die Interaktionen zwischen Menschen und ihrer Umwelt zu tiefgreifenden Veränderungen geführt haben.

Programm
8.00 Uhr             Abfahrt : Grieserwiese (nähe Zeughaus)

10.30 Uhr           Nürnberg, GNM

11.00 Uhr           Führungen mit Dr. Angelika Hofmann

13.00 Uhr           Pause / Freizeit (zur freien Verfügung: Museum oder Innenstadt)

15.00 Uhr           ›Hello Nature: Wie wollen wir zusammenleben?‹
                              Führung durch die große Sonder-Ausstellung

17.30 Uhr           Abfahrt GNM
19.00 Uhr           Ankunft Landshut, Grieserwiese

Kosten (vorab geschätzt)
~40 Euro / Person (inklusive Eintritt und Führungen)

[160 km; Auto: 1.54 h | Bus (geschätzt): 2,20 h]

Zur herausragenden Relevanz und Aktualität der archäologischen Ausstellung im Germanischen Nationalmuseum  für die StadtRegion Landshut:

Die archäologische Ausstellung macht eine Zeitreise in den späten Abschnitt der Bronzezeit, die Urnenfelderkultur (1300–800 v.Chr.). Im Fokus steht ein Wagengrab, das 2011 in Essenbach (Niederbayern) entdeckt wurde. Der Brauch, die an der Spitze der Gesellschaft stehenden Machthaber zusammen mit einem vierrädrigen Prunkwagen einzuhern und zu bestatten, entstand mit Beginn der Urnenfelderzeit. Das Grab und die daraus geborgenen Funde weisen den „Wagenfahrer“, der im 13. Jahrhundert v.Chr. lebte, als politischen, wirtschaftlichen und religiösen Akteur aus, der Teil eines weit über Europa hinausreichenden Elitenetzwerks war.

Im Zentrum der Ausstellung steht das Essenbacher Wagengrab, das in einem thematischen Rundgang kulturgeschichtlich eingeordnet wird. Er beginnt mit einer Einführung in die mitteleuropäische Urnenfelderzeit und ihr charakteristisches Bestattungsbrauchtum, das die Einäscherung der Verstorbenen vorsah. Zudem werden die eng mit der Bronzemetallurgie verbundenen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse thematisiert, die zur Entstehung der Eliteschicht der „Wagenfahrer“ führten. Ein besonderer Fokus liegt auf dem von zwei Pferden gezogenen vierrädrigen Prunkwagen der Urnenfelderkultur und seine Rolle in Repräsentation und Kult. Hochrangige Leihgaben aus dem In- und Ausland illustrieren das Erscheinungsbild der vom Scheiterhaufenfeuer zerstörten Wagen und erläutern die ideellen und technischen Voraussetzungen, die zu ihrer Entstehung führten. Dabei werden auch die Ursprünge von Rad und Wagen in den Blick genommen. Der Fundort des Essenbacher Wagengrabs und seine Beigabenausstattung, darunter ein Set von Bronzegewichten, liefern Hinweise auf die Funktionen, die der Verstorbene zu Lebzeiten in Politik, Wirtschaft und Religion ausübte. Das Schlusskapitel setzt sich mit einem Thema auseinander, das auch uns heutige Menschen bewegt, dem Ziel der letzten Fahrt. Religiöse Symbolik und Kultgerät, darunter der Goldhut von Ezelsdorf/Buch, erlauben Rückschlüsse auf die religiöse Vorstellungswelt der Urnenfelderkultur, in deren Zentrum die Sonne stand.

Die in Essenbach geborgenen Ausgrabungsfunde kamen 2019 als Schenkung der Marktgemeinde Essenbach an das GNM.

Dr. Angelika Hofmann