25 Jahre Hoffnung auf ein Landshutmuseum – ein Rückblick

Eine der wichtigsten Entscheidungen des Vorstandes im zu Ende gegangenen Vereinsjahr war die Übergabe von insgesamt 1,3 Mio € Spendengelder an die Stadt Landshut. Dieser Beitrag zur inzwischen fast 25 Jahre langen Historie unserer Bemühungen um den Bau eines Stadtmuseums in Landshut soll darlegen in welchen Höhen und Tiefen der Gemütszustand des Vorstandes sich über die Jahre bewegte. 

Seit seiner Gründung im Jahr 2000 hat der Freundeskreis Stadtmuseum Landshut (FSL) das Ziel der Errichtung eines eigenen Landshuter Stadtmuseums. Nach einigen Überlegungen sollte es schließlich im Alten Franziskaner Kloster am Prantlgarten entstehen.

Grundriss des inneren Kreuzgangs mit Plank-Kapelle [V] (Ende des 18. Jahrhunderts – Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Plansammlung 4405)

Das Alte Franziskanerkloster wird Stadtmuseum

Diesem Nutzungskonzept für das ,,Alte Franziskanerkloster“ wurde mit Plenarbeschluss vom Juli 2008 zugestimmt. Das Museum sollte Kunst und Kultur des 20. und 21. Jahrhunderts der Stadtregion Landshut präsentieren. Die Museumsverwaltung mit Bibliothek und später auch das ab 2011 betriebene Kasimir-Museum sollten dort untergebracht werden. 2012 wurde die Stadt durch den Kauf des Südwestflügels Eigentümer des gesamten stark heruntergekommenen Klosterkomplexes. Aufgrund der damals schon prekären Haushaltssituation wurde zunächst nur die unumgängliche statische Sanierung des Osttrakts weiter verfolgt und die Umsetzung weiterer Bauabschnitte zurückgestellt.

Eine erste Spende für den 1. Bauabschnitt

Am 29. Juli 2014 übergab der FSL dem damaligen Oberbürgermeister der Stadt Landshut, Hans Rampf,  600.000 € zur Realisierung des 1. Bauabschnitts im alten Franziskaner Kloster. Entsprechend der dabei geschlossenen Vereinbarung sollten die Pläne des Architekturbüros Nadler, Sperk und Reif in einem ersten Bauabschnitt umgesetzt werden. Dieser umfasste Sanierung bzw. Ausbau des Mitteltraktes (Doppelkreuzgang im EG), des 1. Obergeschosses und der zunächst im 2. OG vorgesehenen Verwaltungsräume für die Museen einschließlich Einbau eines behindertengerechten Fahrstuhls. Dieser sollte die schwellenlose Erschließung aller Gebäudeteile, auch derjenigen, die erst in den weiteren Bauabschnitten 2 und 3 instandgesetzt werden sollten, gewährleisten. Die Fertigstellung sollte bis Mitte 2016 erfolgen.

Blick in die erste Ausstellung >Landshut in der Moderne<nach Abschluss des ersten Bauabschnitts im Alten Franziskaner Kloster

Die erste Ausstellung im teilsanierten Franziskanerkloster

Sehr erfreulich war, dass tatsächlich Ende 2016 die sanierten Bereiche mit einer ersten Ausstellung „Landshut in der Moderne“ in Betrieb genommen werden konnten. Ab da richteten sich nun all unsere Bemühungen auf den nächsten Bauabschnitt.

Im Februar 2017 überreichten wir der Stadt für die Planungen der nächsten Bauabschnitte durch das neu beauftragte Architekturbüro Hild & K zunächst 450.000 € an Spendengeldern. Weitere 200.000 € übergaben wir 2 Jahre später, um unseren Vorhaben mehr Gewicht zu geben.

Die Stadt konnte damals die laufenden Planungen erfreulicherweise aus eigenen Mitteln finanzieren, so dass unsere Spende über 650.000 € bis 2024 unangetastet auf einem Konto der Stadt verblieb.

Nur noch ein statt zwei weitere Bauabschnitte

Am 27. September 2018 stimmte der Bausenat dem Vorschlag zu, dass die beiden noch ausstehenden Bauabschnitte in einer Maßnahme zusammengefasst werden sollten. Man versprach sich hiervon nicht nur eine Kostenersparnis von mehreren hunderttausend Euro, sondern auch eine frühere Fertigstellung des LANDSHUTmuseums voraussichtlich bis zum Jahr 2022.

Im Haushaltsplenum vom 15. März 2019 hob Oberbürgermeister Alexander Putz in seiner Haushaltsrede den Wert einer Fertigstellung des LANDSHUTmuseums hervor. Er lobte den Einsatz des Freundeskreises als „herausragend und unvergleichlich“. Auch die meisten politischen Fraktionen bestärkten in Ihren Haushaltsreden, dass sie hinter dem Weiterbau stehen würden. Daher sollte er im Haushaltsplan von 2019 und der kommenden Jahre abgebildet bleiben. Die Planung würde bereits 2019 mit Hochdruck weitergehen.

4 Wochen später auf unserer Mitgliederversammlung vom 15.04.2019, sagte Herr Hild vom Architekturbüro Hild & K, dass er davon ausgehe, dass Ende 2020 mit den Arbeiten begonnen werden könne und man „circa Ende 2022“ fertig sei.    

Corona-Pandemie und kein Weiterbau des Stadtmuseums

Es kam leider alles ganz anders. 2021 in der Corona-Pandemie wurde der Weiterbau des Stadtmuseums Landshut bis auf weiteres von der Stadt auf Eis gelegt.

Als Anfang 2023 das Landshutmuseum weder ein Thema im Bauausschuss war, noch entsprechende Mittel im Haushalt angemeldet worden waren,  baten wir um ein Gespräch mit Oberbürgermeister Alexander Putz. Dieses fand zusammen mit Oberbürgermeister Putz, Dr. Haslinger, dem Kämmerer Klaus Peißinger, seinem damals bereits designierten Nachfolger Alois Wagensonner, sowie dem Leiter des Referats für Bauen und Umwelt, Johannes Doll, statt. Die Stadt hatte große Bedenken, das Projekt zeitnah anzugehen, wegen der enormen Kostensteigerungen im Bausektor und der klammen städtischen Kassen. Schließlich einigten wir uns auf einen Kompromiss. Dieser bestand darin, dass ein nächster Bauabschnitt konzipiert werden sollte, der sich in seiner Größe an den Zuschuss des Freundeskreises zur Eigenbeteiligung der Stadt orientieren sollte. 

Ein auf die Spende des FSL zugeschnittener Bauabschnitt

Ergebnisse des Gesprächs, die auch in einer Pressemitteilung der Stadt Landshut festgehalten wurden, waren Folgende:  

Der Ausbau des ehemaligen Franziskanerklosters zum Stadtmuseum soll zeitnah vorangetrieben werden. Laut Herrn Doll ergäbe sich folgende mögliche Perspektive für das Projekt: „die zu diesem Zeitpunkt schon weit vorangeschrittenen Planungen für einen nächsten Bauabschnitt könnten noch 2023 abgeschlossen werden“. Die Umsetzung der Maßnahme wäre dann ab 2024 vorzusehen und bis 2026 fertiggestellt. Die Gesamtkosten für diesen 2. Bauabschnitt würden sich voraussichtlich auf rund 15 Millionen Euro belaufen. Die Stadt könnte mit einer rund 80-prozentigen Förderung durch Freistaat und Bund rechnen. Der verbleibende städtische Eigenanteil an der Maßnahme würde sich letztlich „nur“ auf etwa drei Millionen Euro belaufen.

Die entsprechenden Mittel sollten auf Vorschlag von Oberbürgermeister Putz in den Haushalt 2023 und die mittelfristige Finanzplanung bis 2026 eingestellt werden. Der Freundeskreis Stadtmuseum versprach mehr als die Hälfte dieses Eigenanteils übernehmen zu wollen.

In der Folge gründete sich 2023 eine Bauplanungsgruppe in Absprache mit H&K. Diese arbeitet seitdem kontinuierlich an den Detailplanungen eines mit den zugesagten Mitteln umsetzbaren Bauabschnitts.

Im Oktober 2023 gab es ein einstimmiges Votum des Bausenats der Stadt Landshut zum Weiterbau des LANDSHUTmuseums. Der nächste Bauabschnitt solle die Komplettsanierung des Brücklmayer-Anwesens, die Installation eines Technikraums, den westlichen Flügel des äußeren Kreuzgangs mit der Plank-Kapelle und den Innenhof umfassen.

Das im 2. Bauabschnitt vom Archtekturbüro H&K geplante Erdgeschoss, das einen geschlossenen inneren Kreuzgang, den neuen Eingang zum Museum und das Foyer im Brücklmeiertrakt vorsieht.

Der sogenannte Brücklmayer-Trakt auf der Hofbergseite sollte entsprechend komplett umfassend saniert werden. Im Erdgeschoss entsteht das Foyer. Der Eingang an historisch verbriefter Stelle am Fußweg zum Hofberg schräg gegenüber dem KOENIGmuseum wird wiederhergestellt. Zugleich wird der äußere Kreuzgang komplettiert, so dass erstmals seit Jahrzehnten wieder ein Rundgang möglich wird. Im ersten Obergeschoss entstehen hochwertige Ausstellungsräume und im Dachgeschoss wird die Verwaltung untergebracht. Der Innenhof wird vom Foyer aus dergestalt erschlossen, dass er auch außerhalb der Öffnungszeiten des Museums für vielfältige Veranstaltungen genutzt werden kann.

Den zunächst geplanten Verzicht auf den Innenausbau des Brücklmayer-Anwesens wurde -dankenswerterweise- von Herrn Doll als nicht „zielführend und sinnvoll“ erachtet. Der vorgezogene Innenausbau hätte den Vorteil, dass die städtischen Museen nach Fertigstellung des 2. Bauabschnitts in das Gebäude einziehen und den bereits fertiggestellten Bibliotheksraum nutzen könnten. Dadurch würden die Mietzahlungen für die bisher genutzten Büroräume entfallen. Als Baubeginn wurde nunmehr nicht mehr 2024 sondern 2025 angeführt.

Hiobs-Botschaft: Weiterbau vorerst auf Eis gelegt

Am 31.01. diesen Jahres erhielten wir von unserem Oberbürgermeister eine Einladung zu einem weiteren Gespräch ins Rathaus. Teilnehmer waren neben OB Putz, wieder Herr Peißinger, Herr Wagensonner und Herr Doll. Dabei machte uns Herr Putz deutlich, dass in Anbetracht der schlechten Haushaltslage an einen Weiterbau vorerst nicht zu denken sei. Allerdings wäre unsere Spendenübergabe wichtig für die Finanzierung der weiteren Planung und die Genehmigung des Etats durch den Haushaltsausschuss und das Stadtplenum. Insgesamt handelte es sich zusammen mit den noch unangetasteten 650.000 € um eine Erhöhung unseres Spendenbeitrags auf insgesamt 1,3 Millionen Euro.

Förderprojekt „Innen-statt-Außen

Als Fördermaßnahme wurde von Herrn Doll das Förderprojekt „Innen-Statt-Außen“ in Betracht gezogen. Voraussetzung für die Beantragung dieser Mittel bis zu einer Förderung in Höhe von 90% der Baukosten ist das Vorliegen eines städtebaulichen Entwicklungskonzeptes oder eines vergleichbaren Planungskonzeptes. Das von der bayerischen Staatsregierung aufgelegte Förderprogramm dient der Innenentwicklung der Ortskerne, was zur Steigerung von Lebensqualität und Attraktivität der Innenstädte und zur Schonung der Umwelt führen soll. Förderinhalte sind z.B. die Modernisierung, Instandsetzung innerörtlicher, leerstehender oder vom Leerstand bedrohter Gebäude. Herr Doll deutete an, dass sich durch die erforderliche Konzeptentwicklung der Beginn des 2. Bauabschnitts um 2 Jahre verzögern wird. Das würde bedeuten, dass wir mit einem Baubeginn nicht vor 2026 rechnen können.

„Weiterbau des Museums nicht im bürgerlichen Interesse“

Am 21.02.2024 war dann in der Landshuter Zeitung (LZ) zu lesen, dass „der Weiterbau des Stadtmuseums und die Umsetzung größerer Maßnahmen an den städtischen Spielplätzen“ vorerst pausiert werden müssen. Von Seiten der Stadt wurde darauf hingewiesen, dass die Museen nicht im Zentrum des bürgerlichen Interesses stehen würden. Eine Befragung habe dies deutlich gezeigt. Vorrang hätten immer Versorgungseinrichtungen wie Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser. Das Ergebnis dieser kaum aussagekräftigen Befragung wurde in der LZ veröffentlicht. Dort war zu lesen, dass das LANDSHUTmuseum durchaus zu den 10 wichtigsten Projekten der Stadt gehören würde. Kein einziger der Befragten hatte dabei z.B. für den Weiterbau des Klinikums gestimmt. Auch wurde nicht angegeben, wie die Befragung durchgeführt wurde und wie hoch die Stichprobenzahl war.

„Kultur ist eine Pflichtaufgabe“

In der gleichen Ausgabe der LZ wird Oberbürgermeister Alexander Putz mit den Worten zitiert: „Kultur muss eine Pflichtaufgabe sein“. Diese erfreuliche Aussage machte er auf der Mitgliederversammlung der Theaterfreunde. Dort teilte er mit, dass das Stadttheater als eines von 2 priorisierten Projekten neben der Grundschule St. Peter & Paul Teil der Planung bleibe. Für den lang erwarteten ersten Bauabschnitt der Sanierung des Stadttheaters im Bernlochnerkomplex seien Ausgaben in Höhe von gut 57 Millionen Euro kalkuliert, die im Haushalt und der bis 2026 laufenden mittelfristigen Finanzplanung vorgesehen seien. Die Sanierung des Stadttheaters kann damit noch im Jahr 2025 beginnen und soll 2028 abgeschlossen sein. Man kann den Freunden des Stadttheaters nur gratulieren, dass so zeitnah mit der Sanierung begonnen wird. Das Theater erfährt eine andere Priorisierung als das LANDSHUTmuseum und hat demnach einen anderen politischen Stellenwert als die Vollendung des Stadtmuseums (Kosten des nächsten Bauabschnitts des LANDSHUTmuseums für die Stadt nach Abzug aller möglichen Fördermittel ca. 1,5 Mill.Euro).

Eine Vereinbarung von Stadt und FSL

Nach intensiven Diskussionen und trotz einiger Bedenken sprach der Vorstand sich dafür aus, jetzt der Stadt die gewünschten Spendengelder zu übergeben. Entscheidend war die Aussage des Oberbürgermeisters, dass ohne unsere Spendenübergabe eine weitere Planung und damit auch ein Weiterbau des Museums nicht sehr wahrscheinlich wären. Ob nach unserer Spendenübergabe über die Planung hinaus irgendwann ein Weiterbau erfolgen würde, konnte uns die Stadt allerdings nicht garantieren. Der Wille der Stadt war für uns aber deutlich erkennbar, unseren Wunsch nach einem funktionstüchtigen Stadtmuseum tatsächlich auch in der Zukunft zu erfüllen.

Am 14.03.2024 unterschrieben wir die Vereinbarung mit der Stadt Landshut über die Übergabe und Verwendung der Spendengelder des Freundeskreises in Höhe von 1,3 Millionen Euro für den zweiten Bauabschnitt des Projekts. Das Geld darf demnach u.a. nur zweckgebunden für Planung und Weiterbau des Stadtmuseums verwendet werden.

Der nächste Bauabschnitt des Stadtmuseums konnte nunmehr im Haushalt allein dank unserer Mittel abgebildet und am 15.03.2024 vom Plenum verabschiedet werden.

Die Stadt erhielt bisher insgesamt 1,9 Millionen € vom Freundeskreis für dieses Vorhaben dank zahlreicher Spenden und der Beiträge unserer Mitglieder. Mit jeder Verschiebung des Baubeginns werden die Baukosten weiter steigen. Frühere Planungen müssen u.U. entsprechend angepasst und überarbeitet werden.

Wie wichtig und sinnvoll es aber ist, der Landshuter Stadtgeschichte eine Bühne zu geben, ist derzeit konkret an der Ausstellung zum Nationalsozialismus nachzuvollziehen. Sie macht sehr deutlich wie notwendig wir das Landshutmuseum brauchen, um die Vergangenheit der Stadt für die nachwachsenden Generationen – und nicht nur für diese- am Leben zu halten. Gerade für die heutige Zeit können wir doch so viel aus ihr lernen.  

(Der Text entspricht dem Beitrag des 2. Vorsitzenden auf unserer Mitgliederversammlung vom 04.04.2024)

Einstimmiges Votum des Bausenats der Stadt Landshut zum Weiterbau des LANDSHUTmuseums

Der 2. Bauabschnitt beginnt voraussichtlich 2025

Der Entscheid über den Weiterbau des Stadtmuseums war als erster Tagesordnungspunkt in der Sitzung des Bausenats der Stadt Landshut vom 13. Oktober 2023 angesetzt worden. Der nächste Bauabschnitt soll die Komplettsanierung des Brücklmayer-Anwesens, die Installation eines Technikraums, den westlichen Flügel des äußeren Kreuzgangs mit der Plank-Kapelle und den Innenhof umfassen. In einem Alternativvorschlag sollte zunächst auf den Innenausbau des Brücklmayer-Anwesens verzichtet und auf den nächsten Bauabschnitt verschoben werden, was aber laut Bau- und Umweltreferent Johannes Doll nicht „zielführend und sinnvoll“ wäre. Der vorgezogene Innenausbau hätte den Vorteil, dass die städtischen Museen nach Fertigstellung des 2. Bauabschnitts in das Gebäude einziehen und den bereits fertiggestellten Bibliotheksraum nutzen könnten, wodurch die Mietzahlungen für die bisher genutzten Büroräume entfallen würden.

Blick in den Innenhof des bereits sanierten Teils des Kreuzgangs des Alten Franziskanerklosters (Bild Axel Holstege) .

Vom beauftragten Architekturbüro Hild & K in München stellte Markus Schubert die Planungensalternativen vor. Der sogenannte Brücklmayer-Trakt auf der Hofbergseite wird umfassend saniert. Im Erdgeschoss entsteht das Foyer. Der Eingang an historisch verbriefter Stelle am Fußweg zum Hofberg schräg gegenüber dem KOENIGmuseum wird wiederhergestellt. Zugleich wird der äußere Kreuzgang komplettiert, so dass erstmals seit Jahrzehnten wieder ein Rundgang möglich wird. Im ersten Obergeschoss entstehen hochwertige Ausstellungsräume und im Dachgeschoss wird die Verwaltung untergebracht. Der Innenhof wird vom Foyer aus dergestalt erschlossen, so dass er auch außerhalb der Öffnungszeiten des Museums für vielfältige Veranstaltungen genutzt werden kann. Nach Abschluss dieser Baumaßnahme steht als letzte große Aufgabe noch die Sanierung des ehem. Vermessungsamtes an. Hier ist das Museumscafé geplant und hier findet das interaktive Kinder- und Jugendmuseum seinen Platz.

Zwar sind noch nicht alle Optionen für eine Drittmittelförderung des nächsten Bauabschnittes ausgelotet, man darf jedoch von einer Städtebauförderung in Höhe von 9 Millionen Euro und von einem Zuschuss der Bayerischen Landesstiftung in Höhe von 660.000 Euro ausgehen. Weitere Fördermöglichkeiten werden von der Stadt intensiv geprüft. Unser Freundeskreis möchte insgesamt 1,65 Millionen Euro zur Finanzierung beitragen.

Der Bausenat stimmte einstimmig für die von Johannes Doll und dem Münchner Architektenbüro favorisierten Vorschlag zur Umsetzung des 2. Bauabschnittes.

Auch wenn sich der Freundeskreis Stadtmuseum Landshut noch bis Mitte 2025 mit dem Beginn der Arbeiten gedulden muss, so ist dies für uns eine hoch erfreuliche Nachricht. Wir danken allen Beteiligten sehr herzlich für diese wegweisende Entscheidung.

Fröhliches Landshut-Fest – Alles rund um die Museen: Vorfreude auf die Zukunft beim Internationalen Museumstag

Der Bericht der Landshuter Zeitung zu unserem Museumsfest von Veronika Bayer vom 22. Mai 2023

Ein buntes Programm hat am Sonntag das erstmalige Zusammenfallen zweier Veranstaltungen in Landshut geboten. Zeitgleich fanden Internationaler Museumstag und das LandshutFest des Vereins Freundeskreis Stadtmuseum Landshut statt und boten den kleinen und großen Besuchern bei strahlendem Wetter viel Raum, Neues zu entdecken.
Die großen Festivitäten im Sommer hatten es nötig gemacht, das Landshut-Fest, das zum elften Mal gefeiert wurde, vorzudatieren. Beim früheren Termin ist es nun mit dem Internationalen Museumstag zusammengefallen und eine„ Zwei-in-Eins-Veranstaltung“ geworden, so der Vorsitzende des Freundeskreises, Gernot Autenrieth.
Ein großes Plus war auch, dass man als künstlerisches Programm heuer Musikergruppen der Landshuter Hochzeit gewinnen konnte, die in Originalkostümen aufspielten. Mit viel Freude tue man dies im historischen Klosterinnenhof des Landshut-Museums, hieß es vonseiten der Brandenburger Trumeter, die den Anfang machten.
Musik, die nach über 500 Jahren wieder zum Leben erweckt werde, sei im Rahmen des Museums, das für gewöhnlich „lauter stumme Dinge“ präsentiere, etwas Besonderes, sagte Autenrieth in seiner Begrüßungsrede, bei der er die zahlreich erschienen Gäste aufforderte, „die Früchte dessen zu genießen, was die Helfer aufgetragen haben“.

Blick in den Innenhof des alten Franziskanerklosters während des Landshutfestes (Bild: A. Klöpfer)

Künstler Bernhard Kühlewein, der das Plakat für das LandshutFest entworfen hat, war ebenfalls vor Ort und signierte die Plakatexemplare mit persönlicher Widmung. „Wenn man Landshut mag, dann finde ich, kommt alles von ganz alleine.“ Er selbst halte sich oft in Museen auf, sie seien ein Teil seines Lebens. Demnach freue er sich insbesondere, „wenn dieses Landshut-Museum Stück für Stück fertiggestellt wird als ein Teil unserer kulturellen Heimat und auch als Teil unserer Zukunft“.


Die Vielfältigkeit des Programms hob Oberbürgermeister Alexander Putz hervor. Der Internationale Museumstag, den es seit 1977 gebe, habe den Zweck, „dass sich diese Räume öffnen, dass man sieht, was hier alles geboten wird.“ Daher seien die Museen aufgefordert, an diesem Tag keinen Eintritt zu verlangen – „etwas, das es in Landshut an
365 Tagen im Jahr gibt, weil wir wollen, dass unsere Museen geöffnet sind.“ Die Zwecke, die Museen erfüllen, seien ganz unterschiedlich. „Es geht um nichts weniger als letztendlich unsere ganze Historie, aber auch unsere Identität in der Gegenwart“, sagte Putz. „Im besten Fall führt es auch dazu, dass man sich darüber Gedanken macht, wie die Zukunft aussehen könnte.“ Die Veranstaltung stehe unter der Überschrift der Vorfreude. „Vorfreude auf die Landshuter Hochzeit“, so der OB – das gute Wetter nehme man als gutes Omen -„und der Vorfreude auf den Weiterbau unseres Landshut-Museums.“ Der zweite Bauabschnitt sei im Haushalt untergebracht; etwas, das nicht möglich gewesen wäre „ohne das überaus bemerkenswerte Engagement des Freundeskreises, der mittlerweile Mittel in Höhe von deutlich über eineinhalb Millionen Euro zur Verfügung stellt, um den Eigenanteil der Stadt verträglich zu gestalten“, so Putz.

Neben dem Landshut-Fest im Klosterinnenhof gab es im Rahmen des Internationalen Museumstags auch im Prantigarten und im Koenig-Museum viel zu entdecken. Dort drehte sich alles um das Thema Biene, angefangen von einer Ausstellung von Mirko Baselgia über Informationen aus erster Hand vom Regionalkollektiv und Imkern, zudem Bastel-Workshops für Kinder mit Wachs, Kleber, Buntstiften und mehr.

Auch die Kinder beteiligten sich aktiv am LANDSHUTfest (Foto: A. Klöpfer)

Den Tag erlebe sie als „mega erfolgreich“, sagt Alexandra von Arnim, Leiterin des Koenig-Museums. Innerhalb der ersten beiden Stunden seien bereits rund 200 Gäste gekommen, darunter viele, die an einer der Kurzführungen teilnahmen. „Das ist ein Tag, der Besucher in Museen bringt, die noch nie da waren.“
Noemi Frattini, Mitarbeiterin des Koenig-Museums, findet den Tag unter anderem wichtig, um grundsätzlich auf Museen aufmerksam zu machen, denn „jedes hat etwas Besonderes anzubieten.“ Im Koenig-Museum habe man etwa erst vergangene Woche die Ausstellung „Fritz Koenig und seine Kreise“ eröffnet.

Wir danken der Landshuter Zeitung für die Überlassung des Textes. (AH)

Einladung zum LANDSHUTfest 2023

am Sonntag, den 21. Mai 2023 ab 11:00 Uhr im LANDSHUTmuseum und KOENIGmuseum

auch heuer wollen wir wieder mit Ihnen und möglichst vielen Museumsfreunden unser LANDSHUTfest feiern. Wie im Vorjahr konzentrieren wir uns wieder auf den Innenhof des Alten Franziskanerklosters. Anlässlich des internationalen Museumstages bieten die Museen im LANDSHUTmuseum und im KOENIGmuseum Führungen und Museumspädagogik, Musik und Komödie, Essen und Trinken. Damit stellt das Museumsquartier eine attraktive, breite Palette zur Unterhaltung von Groß und Klein bereit (Programm s.u.).

Das Plakat zum diesjährigen LANDSHUTfest, das Bernhard Kühlewein für unseren Freundeskreis gestaltet hat. Es wird als Kunstdruck während des Festes zu erwerben sein. Der Erlös ist eine Spende für den Weiterbau des Landshutmuseums.

Die Freunde des Stadtmuseums haben gleich doppelt Grund zur Vorfreude: zum einen steht nach vielen Jahren wieder die Landshuter Hochzeit an. Als einen Vorgeschmack werden auf unserem Fest verschiedene Gruppen mit Musik und Schauspiel auftreten. Als besonderes „Schmankerl“ für die Kinder wird es, betreut von den Mitarbeiterinnen des KASIMIRmuseums, einen Bastelworkshop zur Herstellung kleiner Musikinstrumente geben. Später kommen die Cantuccini zu uns, eine mittelalterliche Kinder-Musikformation, die dann mit den Kids und deren selbstgebastelten Instrumenten zusammen musizieren werden. Den genauen Ablaufplan mit den einzelnen Darbietungen entnehmen Sie bitte dem beiliegenden Flyer.

Der zweite Grund zu echter Vorfreude ist natürlich die Entscheidung der Stadt, den Weiterbau des Museums nun zügig anzugehen. Auch wenn es zunächst nicht zur kompletten Fertigstellung reichen wird, so umfasst dieser Bauabschnitt doch wichtige Bereiche, um unser Stadtmuseum größer und attraktiver werden zu lassen. Die Stadtspitze hat wiederholt und ausdrücklich betont, dass diese Maßnahme maßgeblich durch das unglaubliche Engagement der Landshuter Bürger ermöglicht wurde. Dafür bedanken wir uns an dieser Stelle von Herzen bei Ihnen allen, verbunden mit der Bitte, uns bei unseren Bemühungen, die endgültige Fertigstellung bald Wirklichkeit werden zu lassen, auch weiterhin tatkräftig zu unterstützen.

Nun möchten wir uns noch an Sie alle wenden mit der Bitte, durch Ihr Engagement zum Gelingen unseres LANDSHUTfestes beizutragen: wir würden uns über helfende Hände beim Auf- und Abbau im Innenhof am Samstag 20.05. und Montag 22.05. freuen. Daneben bitten wir – wie in den vergangenen Jahren – um Kuchenspenden. Gerne nehmen wir die Kuchen am Sonntag, 21.05. ab 9:00 Uhr in Empfang. Näheres entnehmen Sie beiliegendem Meldebogen, den Sie uns bitte zeitnah zurücksenden, wenn Sie uns unterstützen können.

Damit sollte einem rauschenden Fest nichts mehr im Wege stehen. Wir hoffen auf das Wohlwollen des Wettergottes, aber nach diesem kalten und nassen Frühjahr sollte sich der Mai von seiner besten Seite zeigen. Wir freuen uns auf Ihr zahlreiches Erscheinen, bringen Sie Freunde und Bekannte mit, vielleicht entschließt sich die Eine oder der Andere zu einer Mitgliedschaft in unserem Freundeskreis. (AHG)

Neue Perspektive für das LANDSHUTmuseum

Der nächste Bauabschnitt könnte bis 2026 umgesetzt werden. OB Putz lässt Finanzmittel in den Haushaltsentwurf 2023 einstellen – Freundeskreis Stadtmuseum wird die Baumaßnahme mit 1,65 Millionen Euro Spenden unterstützen

Oberbürgermeister Alexander Putz (Dritter von rechts) und Bürgermeister Dr. Thomas Haslinger (links) mit dem Vorsitzenden des Freundeskreises Stadtmuseum, Prof. Dr. Gernot Autenrieth (Zweiter von rechts) und den Vorstandsmitgliedern Prof. Dr. Axel Holstege, Anke Humpeneder-Graf und Fritz Merk (rechts)

Der Ausbau des ehemaligen Franziskanerklosters zum Stadtmuseum soll zeitnah vorangetrieben werden: Darauf haben sich Oberbürgermeister Alexander Putz und Bürgermeister Dr. Thomas Haslinger mit führenden Vertretern des Freundeskreises Stadtmuseum um Vorsitzenden Prof. Dr. Gernot Autenrieth am Mittwochvormittag verständigt. An dem Gespräch im Rathaus, um das der Verein gebeten hatte, nahmen auch Kämmerer Klaus Peißinger, der ab März das Referat 1 für Allgemeine Verwaltung und Kultur leiten wird, sein designierter Nachfolger Alois Wagensonner und der Leiter des Referats für Bauen und Umwelt, Johannes Doll, teil. Letzterer stellte mögliche Perspektiven für das Projekt vor: Demnach könnten die weit vorangeschrittenen Planungen für einen nächsten Bauabschnitt noch im laufenden Jahr abgeschlossen werden. Die Umsetzung der Maßnahme, die bis 2026 fertiggestellt sein soll, wäre dann ab 2024 vorzusehen. Die Gesamtkosten für diesen Bauabschnitt, der im Detail zeitnah auch dem Bausenat präsentiert wird, werden sich voraussichtlich auf rund 15 Millionen Euro belaufen, wobei die Stadt mit einer rund 80-prozentigen Förderung durch Freistaat und Bund rechnen kann. Dadurch dürfte sich der verbleibende städtische Eigenanteil an der Maßnahme letztlich „nur“ auf etwa drei Millionen Euro belaufen. Die entsprechenden Mittel sollen auf Vorschlag von OB Putz in den Haushalt 2023 und die mittelfristige Finanzplanung bis 2026 eingestellt werden. Wobei mehr als die Hälfte dieses Eigenanteils der Freundeskreis Stadtmuseum übernehmen wird. Denn Autenrieth sagte der Stadt im Namen seines Vereins Spendengelder im Gesamtvolumen von 1,65 Millionen Euro für den nächsten Bauabschnitt zu.

„Dass private Gelder in einem solchen Umfang für ein städtisches Bauvorhaben zur Verfügung gestellt werden, ist absolut außergewöhnlich“, waren sich Putz und Haslinger einig. „Dieses kontinuierliche und vorbildliche bürgerschaftliche Engagement macht nun einen nächsten Bauabschnitt trotz der bekanntermaßen schwierigen Haushaltslage erst möglich“, so der Oberbürgermeister. „Im Namen der Stadt Landshut, aber auch persönlich danke ich allen Spenderinnen und Spendern sehr herzlich.“ Großes Lob gebühre freilich auch den Vorstandsmitgliedern des Freundeskreises Stadtmuseum um Vorsitzenden Prof. Dr. Gernot Autenrieth, seinen Stellvertreter Prof. Dr. Axel Holstege, Schriftführerin Anke Humpeneder-Graf und Schatzmeister Fritz Merk. „Sie alle haben sich diesem Projekt mit hohem persönlichen Einsatz und viel Herzblut verschrieben.“

Umso erfreulicher sei es, dass in einer gemeinsamen Kraftanstrengung nun – die Zustimmung des Stadtrats vorausgesetzt – die Mittel für den nächsten Bauabschnitt aufgebracht werden können, betonte Haslinger. „Gerade wegen des bereits erwähnten, beispielhaften Engagements aus der Bürgerschaft liegt dieses Projekt vielen Kolleginnen und Kollegen des Stadtrats ganz besonders am Herzen. Ich bin deshalb zuversichtlich, dass der neue Vorschlag des Oberbürgermeisters und der Verwaltung über alle Parteigrenzen hinweg begrüßt und in den anstehenden Haushaltsberatungen von einer breiten Mehrheit gebilligt werden wird.“

Ihre Bürgermeisterkollegin Jutta Widmann, die an der Gesprächsrunde im Rathaus aufgrund einer zeitgleich stattfindenden Sitzung des Landtags nicht hatte teilnehmen können, informierten Putz und Haslinger unmittelbar im Anschluss an das Treffen über dessen Ergebnisse. „Auch Bürgermeisterin Widmann freut sich sehr über die neuerliche, großzügige Spendenzusage des Freundeskreises Stadtmuseum und wird die aufgezeigte Perspektive für das LANDSHUTmuseum unterstützen“, sagte Putz und stellte fest: „Verwaltung, Bürgermeister und OB werden also auch in dieser Frage in den anstehenden Haushaltsberatungen mit einer Stimme sprechen.“

Große Zufriedenheit und Erleichterung herrschten nach dem rund einstündigen Treffen bei den Vertretern des Freundeskreises Stadtmuseum. „Wir sind froh und glücklich, dass nun die berechtigte Hoffnung auf eine zeitnahe Fortsetzung dieses für die Kulturstadt Landshut so wichtigen Projekts besteht“, betonte Prof. Autenrieth im Namen seiner Vorstandskollegen und räumte offen ein: „Damit hatten wir nach den Berichten über die schwierige Haushaltslage unserer Stadt und die unbestritten nötigen, hohen Investitionen gerade in den Bildungsbereich nicht mehr gerechnet. Umso dankbarer sind wir dem Oberbürgermeister und der Verwaltung, dass sie ungeachtet dieser Herausforderungen alles versuchen, um auch den Ausbau des ehemaligen Franziskanerklosters zum Stadtmuseum so schnell wie möglich voranzubringen.“ Dass nun eine Finanzierungsmöglichkeit und ein Zeithorizont für das Projekt aufgezeigt werden können, dürfte auch dem Freundeskreis einen neuen Schub geben, sagte Autenrieth und versprach: „Wir wollen das nutzen, um neue Mitglieder zu werben und weitere Spenden zu sammeln. Damit auch der letzte Bauabschnitt in absehbarer Zukunft realisiert werden kann.“ (Pressemitteilung der Stadt Landshut vom 01.02.2023)

LANDSHUTfest: 23. Juli 2022

Mittlerweile eine feste Institution im Veranstaltungsprogramm der Stadt ist das LANDSHUTfest, organisiert vom Freundeskreis Stadtmuseum Landshut e.V.

Auch dieses Jahr findet es wieder statt: Am Samstag, 23. Juli, ab 14 Uhr im Innenhof des LANDSHUTmuseums, mit abwechslungsreichem Kulturprogramm im Museum und auf der Bühne des Klosterinnenhofes, mit Musik und natürlich mit Essen und Trinken:

Zeitplan zum LANDSHUTfest

14.00 Uhr  Eröffnung des LANDSHUTfestes durch Oberbürgermeister Alexander Putz

14.00-17.00 Uhr    »Offene Kreativwerkstatt für Kinder« im KASiMiRmuseum und im Innenhof mit Dr. D. Danzer und Dr. V. Linseis-Meier

14.15 Uhr  Bühne: von Nicolas Zanner mit seiner Handpan

14.30 Uhr  »date am STADTmodeII« Diskussion zu Hotspots der Landshuter Stadt- und Baugeschichte mit J. Wiesmüller und T. Stangier M.A. (Freunde der Altstadt Landshut e.V.)

15.00 Uhr  Bühne: Vorführung der Fechtgruppe der Lal-lo (Leitung: Jürgen Häsl)

15.15 Uhr  »ORTSTERMIN- Planung und Wirklichkeit im LANDSHUTmuseum« Führung mit Dipl. Rest. A. Klöpfer

15.30 Uhr  »date am STADTmodeII« Diskussion zu Hotspots der Landshuter Stadt- und Baugeschichte mit J. Wiesmüller und T. Stangier M.A. (Freunde der Altstadt Landshut e.V.)

16.00 Uhr  Bühne: Kinderchor der Astwerk-Spatzen (Leitung: Kathi Anneser)

16.30 Uhr  »ORTSTERMIN – Planung und Wirklichkeit im LANDSHUTmuseum« Führung mit Dipl. Rest. A. Klöpfer

17.00-19.00 Uhr     Bühne: Blues, Funk und Jazz von Klangkommode

17.00 Uhr  »Sag nit, koa Glück dös han i koans« Führung durch die Ausstellung von Schützenscheiben aus drei Jahrhunderten mit T. Stangier M.A. Zwischen den einzelnen Punkten: CONARY. Gesang und Keyboard/ Gitarre

Sie sind Alle herzlichst eingeladen!

Internationaler Museumstag – Freundeskreis – Tag:  15. Mai 2022

Liebe Mitglieder des Freundeskreises,


 Am 15. Mai ist Museumstag, international, national und ebenso in Landshut. Das ist schön und gut so. Aber:NUR in Landshut gibt es obendrein für unseren Freundeskreis noch mehr Gutes und Schönes: Wir haben mit Hilfe der Museen im Kreuzgang zu eigener Darstellung, Nutzung und als möglichen persönlichen Treffpunkt einen eigenen Raum gewonnen. Einen einladenden Namen hat er auch schon: „DIE LOUNGE“… Hier können und sollen die Mitglieder des Freundeskreises. einen Anlaufpunkt zu zwangloser Gemeinsamkeit vorfinden, einen Treffpunkt für „Muße im Museum“, für einen räumlichen Gesprächsrahmen  für Freunde und Bekannte und natürlich auch zur Werbung von neuen Mitgliedern vor Ort.  

Die Lounge im Stadtmuseum Landshut (Foto: A. Klöpfer)

WO IST DAS? WAS GIBTS?

Räumlich steht der kurze Kreuzgangsschenkel zwischen Eingangsbereich und Museumskino als Lounge zur Verfügung. Es gibt eine Sitzgruppe, der Freundeskreis hält einen Kaffeeautomaten bereit, ausgestellt sind Beispiele von Beiträgen des Freundeskreises zum Museumsfundus und wechselnde Exemplare von relevanter Lektüre. Vielleicht entsteht auch spontan eine Art Meinungsbörse und auf jeden Fall können die vielen Mitglieder zufällig oder verabredet Kontakte pflegen und ausweiten.  

SCHAUEN SIE AM MUSEUMSTAG (15.05.2022 von 10:00 – 18:00 Uhr) SCHON MAL REIN! Wir sind sehr gespannt, Ihre Meinung zu erfahren. 

Mit herzlichen Grüßen 

Ihr Vorstand des Freundeskreises Stadtmuseum Landshut

„Wir bemalen unsere eigene Schützenscheibe!“

Workshop in den Faschingsferien im KASiMiRmuseum

Am Donnerstag, 3. März, trafen sich 12 Mädchen und Jungen im Alter zwischen 6 und 11 Jahren, um im KASiMiRmuseum ihre eigene Schützenscheibe zu bemalen. Dieses Workshop-Angebot gehört zum interaktiven Begleitprogramm der aktuellen Schützenscheiben-Ausstellung im LANDSHUTmuseum. Nach einer Kurzführung mit Dr. Doris Danzer ging es ans Zeichnen und Malen. Die Künstlerin Ute Haas hat die Kinder dabei unterstützt und wichtige Tipps gegeben. Anschließend durften alle Teilnehmer*innen ihre Treffsicherheit an Schieß- und Wurfbuden testen, die im KASiMiRmuseum aufgebaut waren. Am Ende nahm jedes Kind seine ganz individuelle Scheibe mit nach Hause.

Dieser Workshop wird während der Laufzeit der Ausstellung immer wieder angeboten. Termine finden Sie auf der Homepage der Museen:

https://landshutmuseum.museen-landshut.de/veranstaltungen/

Hier ein paar Impressionen von der künstlerischen Vielfalt an Schützenscheiben, die an diesem Nachmittag entstanden sind:

TV-Beitrag zum Workshop „Wir bauen unsere eigene Schießbude!“

Zur aktuellen Schützenscheiben-Ausstellung im LANDSHUTmuseum gibt es ein interaktives Begleitprogramm für Kinder und Jugendliche. Am 19.2. fand der Workshop „Wir bauen unsere eigene Schießbude“ statt. Begleitet hat ihn Niederbayern-TV. Hier der Link zum Fernsehbeitrag:

https://landshut.niederbayerntv.de/mediathek/video/workshop-im-kasimirmuseum-schiessbuden-bauen/

Der Schießbuden-Workshop wird bis zum Ende der Ausstellung Anfang Oktober immer wieder angeboten. Die nächsten Termine sind Samstag, 2.4., 14 bis 16 Uhr sowie Donnerstag, 14.4., 10 bis 12 Uhr (Osterferien).

Weitere Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche zu dieser Ausstellung sind: „Wir bemalen unsere eigene Schützenscheibe“ und „Preisschießen mit dem Lichtgewehr“. Termine zu diesen Veranstaltungen finden Sie auf der Homepage der Museen: https://landshutmuseum.museen-landshut.de/veranstaltungen/

Rückblick und Ausblick des Vorstandes 2021

Liebe Mitglieder des Freundeskreises Stadtmuseum Landshut,

Die Corona-Pandemie hat ein weiteres Jahr unser Vereinsleben stark belastet. Zwei Versuche, eine ordentliche Mitgliederversammlung abzuhalten, scheiterten an den zu diesen Zeiten jeweils wieder explodierenden Inzidenzzahlen.  Dennoch konnte der Freundeskreis auch im Jahr 2020 viele verschiedene Aktivitäten entfalten, die wir Ihnen in Form eines Jahresberichtes darlegen möchten.

1. Weiterbau und Finanzierung des Museums

Der Weiterbau des Stadtmuseums Landshut ist leider bis auf weiteres auf Eis gelegt, da die Stadt die hierfür notwendigen Mittel nicht aufbringen kann. Dies ist zutiefst bedauerlich, da die öffentlichen Zuschüsse zur Finanzierung des Projektes fast 90% erreichen würden. Das Problem liegt darin, dass die Stadt den gesamten Betrag von ca. 16 Millionen € für die Fertigstellung des Museums vorfinanzieren muss und die erforderliche Kreditaufnahme nicht stemmen kann oder darf. Unser Freundeskreis wird zu Recht stets für die enorme Spendenbereitschaft unserer Mitglieder gelobt. Leider hat dies bisher keine Konsequenzen auf die Realisierung des Weiterbaus unseres Museums gehabt. Weitere erhebliche Mittel des Freundeskreises zur Finanzierung dieses uns allen am Herzen liegenden Projektes, liegen ungenutzt auf der Bank mit der Tendenz sich im Zeitalter der Negativzinsen zu verkleinern. Der Vorstand tut natürlich alles, um dies zu verhindern.

Weitere negative Auswirkungen sind dadurch zu befürchten, dass die von uns finanzierte und abgeschlossene Planung des Weiterbaus durch das Büro Hild & K aus München einer Überarbeitung bedarf je mehr Zeit bis zu deren Umsetzung vergeht. Durch den Verfall der ungeschützten, bisher nicht renovierten Bausubstanz des alten Franziskaner Klosters und Wasserschäden durch die Unwetter dieses Jahres, kamen und kommen weitere unnötige Kosten auf die Stadt zu. Der Erhalt des Baudenkmals ist im Gegensatz zu seiner Umwandlung in ein Museum eine Pflichtaufgabe der Stadt. Steigende Baukosten und zu beobachtende anziehende Zinsen für Darlehen werden eine zukünftige Realisierung unseres Zieles erschweren.

2. Aktionen des Freundeskreises und der Städtischen Museen im Jahr 2021

Michael Lange:  Kunst zeichnen. Kunst wahrnehmen“

Die Broschüre von Frau Dr. Doris Danzer zu dieser Ausstellung erschien 2021. Der Freundeskreis hat die Erstellung dieses ausgezeichnet gelungenen Katalogs zur Ausstellung finanziell unterstützt. Sie steht unseren Mitgliedern im geschützten Mitgliederbereich unserer Homepage (www.freundeskreis-stadtmuseum.de) zum Herunterladen zur Verfügung.

„Ariadne Raum: Michael Sailstorfer im Koenig Museum“

Im KOENIGmuseum wurden in diesem Jahr Werke von Koenig, Sailstorfer und Lange präsentiert. Ein herausragendes Exponat, „brain“ von Michael Sailstorfer, wurde vom Freundeskreis erworben und den Museen als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt.

„Schwarze Vögel und das Licht des Südens“

Die Museen der Stadt Landshut, denen der Nachlass Paulis anvertraut wurde, widmeten diese Ausstellung einem Künstler, der über vier Jahrzehnte als markante Stimme die Kunstszene in Landshut bereicherte. Der Katalog zur Ausstellung gibt Einblick in das Leben des Künstlers und widmet sich den außergewöhnlichen Maltechniken Werner Paulis. Er leistet auch einen wichtigen Beitrag zur Geschichte des Kunstvereins in Landshut, dessen Mitbegründer und langjähriger Vorsitzender Werner Pauli war. Der empfehlenswerte Katalog zu dieser Ausstellung wurde vom Freundeskreis finanziert und kann im Mitgliederbereich unserer Homepage von Ihnen kostenlos heruntergeladen werden.

„Literatur und Text im Umkreis des Landshuter Hofs und in der Stadt bis 1503“

Eine wissenschaftliche Tagung der Museen der Stadt Landshut und des Lehrstuhls der Universität Augsburg für Deutsche Literatur und Sprache in Bayern fand vom 28.-30.07.2021 in Landshut statt und wurde u.a. vom Freundeskreis unterstützt. Die Tagung, die von Frau Dr. Linseis-Meier organisiert wurde, stellte Autoren, Texte, Überlieferungsträger und Mäzene in der Stadt und am Hof Landshuts vor, um so die Bedeutung, den Rang und den Anspruch näher zu beleuchten, den die Herzöge und Bürger Landshuts für sich selbst behaupteten. Es öffnete sich damit der Blick für das kulturelle Engagement einer ganzen Region und ihre Einbindung in den zeitgenössischen Literaturbetrieb.

„Landshuter Schützenscheiben aus fünf Jahrhunderten“

Schützenscheibe mit einem Motiv zur Bürgermeisterwahl 2005

Diese für den Kreuzgang vorgesehene Ausstellung wird in Kürze eröffnet werden (falls Corona dies erlaubt). Bitte informieren Sie sich auf der Homepage der Museen der Stadt Landshut, wann ein Besuch möglich ist.

„Eine Porzellanpfeife mit einem Landshuter Motiv und Widmung vom 7. September 1830“

Sie stellt eine weitere Neuerwerbung des Freundeskreises für die Museen der Stadt Landshut dar, die einen Bezug zu zwei zu jener Zeit bedeutsamen Landshuter Familien herstellt (Pfister und Fahrmbacher). Herr Stangier hat hierzu einen lesenswerten Beitrag auf unserer Homepage veröffentlicht.

Wir hoffen, dass unser Traum von der Vollendung eines so wichtigen Museums nicht nur für die Stadt Landshut sondern auch für die ganze Region eines Tages Realität wird. Wir werden dieses Ziel nicht aus den Augen verlieren.

Der Vorstand dankt Ihnen für Ihre bisherige und zukünftige Unterstützung und wünscht Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und ein gesundes und glückliches Jahr 2022

Prof. Dr. G. Autenrieth                                                                                                       

Prof. Dr. A. Holstege

A. Humpeneder-Graf                                                                                                            

G. Merk